Dabei steht besonders die Verpflichtung eines Trainers und eines Sportchefs im Vordergrund, nachdem die Zusammenarbeit mit Chefcoach Mike Wunderlich (ist nach Rundschau-Informationen in Gesprächen mit einem bekannten Proficlub) und dem bisherigen Berater Stephan Küsters nach Angaben des Verwaltungsratsvorsitzenden Dirk Polick nicht fortgesetzt wird (die Rundschau berichtete). Die Saison startet zwar erst Mitte August, allzu lange soll die Kaderzusammenstellung aber nicht herausgeschoben werden.
Zunächst einmal geht es jedoch um Übergeordnetes. „Wir sind mit dem Verwaltungsrat übereingekommen, dass wir am Mittwoch grundsätzliche Fragen zur weiteren Vorgehensweise und zur Saisonplanung diskutieren“, erklärte Vorstandsmitglied Ludger Kineke gegenüber der Rundschau. Welches Gremium ist federführend beim sportlichen Tagesgeschäft? „Darüber besteht Klarheit“, sagt Kineke. Die sei, wie in der Satzung festgelegt, der Vorstand. Ein weiteres Thema dürften der Etat und die damit verbundene Zielsetzung sein.
War zuletzt auch der Name Marc Bach regelmäßig im und rund um das Stadion am Zoo zu hören, wenn es um eine Führungsposition ging, ist das Thema abgehakt. „Es ehrt mich, wenn man meint, ich sei der Richtige. Aber meine jetzige Aufgabe als Leiter des Nachwuchszentrums macht mir unheimlich viel Spaß. Wir haben Strukturen geschaffen, die funktionieren, und sind mitten in der Kaderplanung. Da wäre es für den Verein kontraproduktiv, schon wieder etwas zu ändern“, so der 48-Jährige auf Anfrage der Rundschau. „Ich denke, ich bin auf der richtigen Position.“
Bach hatte die Nachwuchsleitung im Dezember 2025 übernommen, nachdem erst Stefan Vollmerhausen, dann Tom Welz zu Fortuna Düsseldorf gewechselt war: „Es ist unheimlich viel Arbeit. Umso dankbarer bin ich, dass mich Chris Pölking, Dominik Evangelou und Philip Walz unterstützen und wir es auf mehrere Schultern verteilen können. Aber natürlich soll auch mein Hauptarbeitgeber (Wölk AG, Anm. der Red.) nicht leiden.“
Bach bestätigt, mit Dirk Polick ein „sehr gutes Gespräch“ über die Grundsituation geführt zu haben. „Dabei habe ich meine Sichtweise dargestellt. Eine davon ist, das Profitum abzuschaffen und das Training in den Abend zu verlegen. Ein Grund: Wenn A-Jugendliche oben mittrainieren sollen, brauchen wir für den Nachmittag jedes Mal eine Unterrichtsbefreiung. Es besteht ja Schulpflicht.“
Auch mit Blick auf den Trainerposten brodelt die Gerüchteküche. Und spuckt unter anderem den Namen Tim Schneider aus. Der 44 Jahre alte B-Lizenz-Inhaber, der eine WSV-Vergangenheit hat, steht mit dem VfB Hilden vor dem Aufstieg in die Regionalliga – sein Vertrag wird aber nach fünf Jahren nicht verlängert. Das hatte der VfB schon Mitte März bekanntgegeben.
Ein weiterer ist der von Ismail Jaroui. Der 44-Jährige trainiert momentan die A-Jugend der WSV. In der Saison 2024/25 war er mit der Spielvereinigung Velbert in die Regionalliga aufgestiegen. Im Oktober 2025 musste er dort seinen Posten räumen. Mit dem WSV liegt er in der Niederrheinliga zwei Spieltage vor dem Saisonende auf Rang vier.
Das alles ist momentan noch reine Spekulation. Am Mittwoch soll erst einmal eine gemeinsame Stoßrichtung gefunden werden.