Wuppertaler Profiboxer Vincenzo Gualtieri will weiterhin wieder Weltmeister werden

Wuppertal / San Jose · Der Wuppertaler Boxprofi Vincenzo Gualtieri gibt seinen Traum, wieder um die Weltmeisterschaft zu kämpfen, trotz der Drittrunden-Niederlage durch TKO im IBF-Final-Eliminator des Mittelgewichts gegen den ungeschlagenen US-Amerikaner Amari Jones nicht auf.

Szene aus dem Kampf gegen Amari Jones.

Foto: AGON

Gualtieri hatte sich in San Jose (USA) zunächst konzentriert und beweglich gezeigt. Der 33-Jährige setzte auch einige Akzente. Ein perfekt platzierter Uppercut von Jones veränderte den Kampfverlauf abrupt. Gualtieri musste zu Boden, der US-Amerikaner setzte clever nach und schickte den Deutschen ein weiteres Mal auf die Bretter, woraufhin der Ringrichter den Kampf in Runde drei abbrach.

„Ich war hochmotiviert und sehr gut vorbereitet. Ich habe sehr gut angefangen. Seine Schläge waren nicht hart, aber der erste Aufwärtshaken ist perfekt durchgekommen und hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erklärte Gualtieri nach dem Kampf. „Natürlich ist die Enttäuschung groß. Trotz der Niederlage bleibt das Ziel das gleiche: Ich will ein zweites Mal Weltmeister werden.“

Promoter Ingo Volckmann vom Boxstall AGON Sports sah bis zur entscheidenden Szene einen starken Auftritt seines Schützlings: „Vincenzo war sehr entspannt vor dem Kampf und hat einen guten Eindruck gemacht. Im Kampf war er gut drauf, hat sich gut bewegt und hatte nach meinem Empfinden zu Beginn die klareren Treffer. Leider hat er dann einen Volltreffer kassiert und war ein bisschen angeknockt, woraufhin Jones echt clever nachgesetzt hat.“

Der Boxstall: „Auch wenn das Ergebnis schmerzt, ändert die Niederlage nichts an Gualtieris sportlicher Qualität und seinem Ehrgeiz. Der frühere Weltmeister hat in seiner Karriere bereits bewiesen, dass er Rückschläge wegstecken und stärker zurückkommen kann. Der Weg zurück an die Spitze ist nach dieser Niederlage sicher steiniger geworden, beendet ist er jedoch keineswegs.“