Instandsetzung geplant Marode Wupper-Brücke: Bahn-Probleme bis September

Wuppertal / Opladen · Auf der Wupper-Brücke in Leverkusen-Opladen können erst ab September wieder beide Gleise genutzt werden. Das hat unter anderem Auswirkungen auf die RB 48 und den RE 7, aber auch auf ICEs.

Auch die RB 48 ist betroffen.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Christoph Petersen

Zeitgleich mit dem Ende der monatelangen Korridorsanierung (10./11. Juli 2026) hatte die Bahn in Zusammenhang mit der Brücke mitgeteilt: „Bei einer routinemäßigen Prüfung einer Eisenbahnbrücke in Opladen hat ein Prüfsachverständiger gestern einen Schaden an einem tragenden Bauteil festgestellt. Aus Sicherheitsgründen musste deshalb eines der beiden Gleise gesperrt werden – das andere Gleis ist weiterhin mit normaler Geschwindigkeit befahrbar. Zugverkehr kann also stattfinden, aber nicht mit voller Kapazität.“

In den kommenden zehn Wochen soll das Lager des Bauwerks nun instandgesetzt werden, damit „sicherer Bahnverkehr in verminderter Geschwindigkeit möglich ist. Das zweite Gleis ist und bleibt in normaler Geschwindigkeit befahrbar.“ 2030 soll dann die umfassende Sanierung folgen. (Bilder)

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Die 1949 gebaute Wupper-Brücke habe „zwei voneinander getrennte Überbauten, d.h. jedes Gleis liegt auf einer eigenen Brücke. Das ermöglicht den eingleisigen Verkehr. Ausgetauscht werden muss eine stählerne Lagerplatte auf dem südlichen Brückenpfeiler.“ Dort habe sich „in kurzer Zeit ein Riss entwickelt, der bei der letzten Untersuchung der Brücke Ende 2025 noch nicht feststellbar war. Des Weiteren wird das darunterliegende Lager der Brücke noch zusätzlich gesichert.“

Die Brücke liegt auf der Strecke Hagen – Wuppertal – Köln. „Die Brücke in Opladen wurde im Rahmen der Korridorsanierung nicht erneuert, weil die bisherigen regelmäßigen Inspektionen keine Schäden gezeigt haben. Ende 2025 wurde die Brücke zuletzt vollständig untersucht und ein entsprechendes Gutachten erstellt“, so die Bahn. In den kommenden Jahren müssten „in NRW Hunderte Brücken saniert oder erneuert werden. Dafür verdoppele man „aktuell die Anzahl der Fachkräfte in ihrem Brückenkompetenzzentrum NRW“.

Zum Fahrplankonzept ab Mitte September werde man „in den nächsten Wochen“ informieren. Da die Strecke auch im Umleitungsverkehr im Falle von Baumaßnahmen auf anderen Strecken genutzt wird, kann es in den kommenden Wochen zu Anpassungen im Fahrplan kommen.“

In den kommenden Tagen sei unterdessen „nahezu wieder das volle Angebot im Regionalverkehr“ verfügbar: „Bereits seit heute Morgen fährt auch wieder ein Großteil der Fernzüge auf der Strecke: Solingen, Wuppertal und Hagen sind damit wieder mit dem ICE und IC im Taktfahrplan erreichbar. Teilweise werden Fernverkehrszüge umgeleitet. Im Bereich der Brücke kann es zu Verspätungen von einigen Minuten kommen.“ Man bedauere die Einschränkungen für die Fahrgäste „sehr“.

(red)