Briefe von Leserinnen und Lesern „Regelmäßige Kontrollfahrten von Fahrradcops auf der Trasse“

Wuppertal · Betr.: Wuppertaler Nordbahntrasse

Bild vom tödlichen Unfall auf der Nordbahntrasse.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Christoph Petersen

Ja, die Trasse ist hauptsächlich ein Segen für Wuppertals Radfahrerinnen und Radfahrer. Ich genieße es immer wieder. Aber nachdem es in letzter Zeit dort zu – zum Glück noch nicht tödlichen – Unfällen kam, möchte ich meine Beobachtungen schildern: Innerhalb von 15 Minuten sah ich viermal junge Leute zu zweit und zweimal junge Leute zu dritt auf einem E-Scooter. Ein Jugendlicher hatte sogar ein ca. zehnjähriges Kind vor sich. Ein Fahrradfahrer fuhr freihändig und benutze dabei sein Handy. Es werden oft Handys auf Fahrzeugen benutzt.

Letztens spielten vier- bis sechsjährige Kinder mitten auf der Fahrbahn, während die Mütter ins Gespräch vertieft waren. Es gab einen Beinaheunfall mit einem Fahrradfahrer, der auf den Fußweg ausweichen musste, auf dem sich glücklicherweise kein Fußgänger befand. (Bilder)

Bilder: Tödlicher Unfall auf der Nordbahntrasse
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Tödlicher Unfall auf der Nordbahntrasse

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Foto: Wuppertaler Rundschau/Christoph Petersen

Ich sorgte dafür, dass die Kinder von der Fahrbahn kamen, und sprach dann mit den Müttern, dass sich die Kinder besser nur auf dem Gehweg aufhalten und da mit ihren Rollern und Fahrrädern rumfahren.

Kurze Zeit später fuhren die Kinder wieder auf der Fahrbahn, dieses Mal war auch ein ca. dreijähriges Kind dabei. Ein Knirps entgegnete mir auf meine entsprechende Ansprache: „Ich mache hier, was ich will!“ Es kam wieder zu einem Beinahdunfall mit einem Radfahrer, weil sich die Kinder unberechenbar bewegen.

Die Mütter kümmerten sich weiter nicht um die Sicherheit ihrer Kinder. Ich wundere mich nicht über den Unfall des dreijährigen Kindes mit dem Radfahrer! Ein kleines Kind mit seinem rosa Roller gehört auf den Gehweg. Die Eltern haben hier vorrangig ihre Aufsichtspflicht verletzt.

Ich war entsetzt, als ich einen Achtjährigen auf einem Kinder-E-Scooter antraf, der aber nur auf Privatgrund gefahren werden darf. Wie man sieht, wird sich nicht daran gehalten. Auch hier wird wieder ohne Rücksicht auf Verluste viel Geld gemacht. Meine Beobachtungen machte ich vor allem zwischen dem Bahnhof Wichlinghausen und der Wittener Straße.

Möglicherweise lässt es die Personalsituation bei der Wuppertaler Polizei nicht zu, aber ich fände regelmäßige Kontrollfahrten von Fahrradcops auf der Trasse sehr sinnvoll. Ich sehe allerdings die Verleiher von E-Scootern vorrangig in der Verantwortung, auf die Fahrerinnen und Fahrer aufzupassen, auch dass sie vernünftig parken. Diese Unternehmen verdienen sich eine goldene Nase mit dem Leib und Leben der Menschen.

Dorothea Samoray

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