Der 49-jährige gebürtige Wuppertaler leitet seit April 2017 das Dezernat Finanzen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Davor arbeitete er unter anderem im Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim (Ruhr) als Verwaltungsleiter (Beauftragter des Haushalts).
Sein Abitur hat er 1996 an der Gesamtschule Vohwinkel gemacht, es folgte ein Studium an der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf (Master of Arts, Sozialwissenschaften). Wolf bekleidet mehrere Ehrenämter. Er ist Vorstandsmitglied in den Vereinen Rheinisches Führungskolleg (RFC), „Wülfrather Ideen Räume“ (WIR), Stadtkulturbund Wülfrath sowie „Alumni at School“.
Wolf, der verheiratet ist und zwei Kinder hat, soll neben der Kämmerei den Geschäftsbereich 4 (Finanzen und Beteiligungssteuerung) übernehmen. Der Rat entscheidet darüber nach den Sommerferien am 7. September 2026. Bis dahin soll Planungsdezernent Gunnar Ohrndorf interimsweise den Geschäftsbereich Finanzen mit übernehmen.
Eigentlich war Gerno Böll, der 2024 zum Sozialdezernenten in Brühl gewählt worden war, als Kämmerer vorgesehen. Er war von der SPD vorgeschlagen worden, hatte aber zu Beginn der Woche seine Kandidatur zurückgezogen – mutmaßlich, weil die Bezirksregierung seine fachliche Qualifikation für den Posten angezweifelt hatte.
Die FDP/WFW-Fraktion hatte den neuerlichen Dezernenten-Flop in Wuppertal scharf kritisiert. Das Auswahlverfahren müsse neu gestartet werden – „und dieses Mal ausschließlich nach fachlichen Kriterien“. Die Fraktionsvorsitzende Karin van der Most: „Die Entwicklung zeigt deutlich, dass parteipolitische Erwägungen bei der Besetzung einer der wichtigsten Führungspositionen unserer Stadt nichts zu suchen haben. Das Amt des Stadtkämmerers ist eine Schlüsselposition für die Zukunft Wuppertals. Wer unsere Stadtfinanzen verantwortet, muss fachlich uneingeschränkt überzeugen. Das Parteibuch darf dabei keine Rolle spielen.“ Der Auswahlprozess müsse „transparent und ergebnisoffen“ sein.