Seit 20 Jahren ist die Bergische Universität Partnerhochschule des Spitzensports. Was das bedeutet, wird jedes Jahr aufs Neue sichtbar, wenn die Uni ihre studierenden Spitzensportlerinnen und -sportler ehrt – so wie beim Campus Sommerfest. Das Jubiläumsjahr nahmen die Verantwortlichen zum Anlass, die zugrunde liegende Vereinbarung zu aktualisieren: Als neue Kooperationspartnerin engagiert sich ab sofort auch die Stadt für die Förderung der dualen Karriere von Spitzensportlerinnen und -sportler in Wuppertal.
„Die persönliche Unterzeichnung der Vereinbarung durch Oberbürgermeisterin Miriam Scherff ist ein starkes Zeichen für die Förderung der dualen Karriere in Wuppertal. Die Vereinbarkeit von Spitzensport und Studium ist weit mehr als ein individuelles Anliegen der Athletinnen und Athleten – sie ist Ausdruck einer gemeinsamen Verantwortung von Universität, Kommune und organisiertem Sport. Wer junge Menschen dabei unterstützt, sportliche Höchstleistungen und akademische Qualifikation erfolgreich zu verbinden, investiert in die Zukunft unserer Gesellschaft und stärkt zugleich die Attraktivität des Hochschul-, Wissenschafts- und Sportstandorts Wuppertal“, ordnet „UniSport“-Leiter Dennis Fink.
Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff: „20 Jahre Partnerhochschule des Spitzensports sind ein Meilenstein, zu dem ich der Bergischen Universität herzlich gratuliere. Für die Stadt Wuppertal ist es der logische nächste Schritt, diesem starken Netzwerk nun auch offiziell beizutreten. Wir bringen gerne unsere Ressourcen und städtischen Sportstätten ein, um Nachwuchs- und Spitzensport in der Region gezielt zu fördern. Es ist uns ein großes Anliegen, dass diese Ausnahmetalente in Wuppertal die besten Bedingungen vorfinden, sowohl auf der Laufbahn als auch im Hörsaal.“
Die Rolle der Stadt besteht zukünftig insbesondere darin, den am Programm teilnehmenden Spitzensportlerinnen und -sportlern Nutzungsmöglichkeiten in bzw. auf kommunalen Sportstätten zu ermöglichen und die Vernetzung mit den NRW-Sportschulen und Partnerschulen des Leistungssports in Wuppertal zu fördern sowie gemeinsame Maßnahmen der Nachwuchsförderung umzusetzen.
Als Grundlage für die Unterstützung dient die Kooperationsvereinbarung „Partnerhochschule des Spitzensports“, die die Bergische Universität erstmals am 9. Februar 2006 unterzeichnete. Sie regelt seitdem für BUW-Athletinnen und -Athletendie Vereinbarkeit von Studium sowie Trainings- und Wettkampfanforderungen beispielsweise durch die Flexibilisierung des Studienalltags, den Ausgleich von Fehlzeiten oder das Ermöglichen individueller Prüfungstermine. Weitere Kooperationspartner im Wuppertaler Netzwerk sind neben der Stadt Wuppertal auch noch der Olympiastützpunkt NRW/Rhein-Ruhr, der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband und das Studierendenwerk Wuppertal.
Benjamin Schenk, Generalsekretär des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh): „Die Förderung der dualen Karriere lebt von starken Partnerschaften. Dass sich die Stadt Wuppertal künftig offiziell in dieses bewährte Netzwerk einbringt, verdient große Anerkennung. Als adh bedanken wir uns für das langjährige und engagierte Eintreten aller Beteiligten für die Belange studentischer Spitzensportlerinnen und Spitzensportler. Gemeinsam schaffen wir Perspektiven für Menschen, die Höchstleistungen im Sport und im Studium miteinander verbinden.“
Bühne frei für bemerkenswerte Leistungen
Oberbürgermeisterin Miriam Scherff war damit auch eine der ersten Gratulantinnen: Denn gleich nach der Unterzeichnung gehörte die Bühne den BUW-Sportlerinnen und -Sportlern selbst, die an diesem Tag die verdiente Anerkennung für ihre Leistungen erhielten.
Michael Fallgatter (BUW-Professor und Spitzensportbeauftragter) würdigte bei der Überreichung der Urkunden vor allem Engagement und Durchhaltevermögen der jungen Athletinnen und Athleten: „Es gehört sehr viel Leidenschaft und auch Mut dazu, diesen besonderen Weg zu gehen. Dass wir Ihnen als Universität dabei zur Seite stehen, ist uns ein bedeutendes Anliegen. Lassen Sie es mich so formulieren: Auch wir streben Spitzenleistungen an, wenn es darum geht, für Sie die besten Rahmenbedingungen zu schaffen.“
Im Rahmen der Campus Sommerfests wurden folgende Sportler*innen geehrt:
Linus Bader (Speedklettern) – Teilnahme an internationalen Wettkämpfen (Weltcup)
Aaron Börkei (Rollhockey) – Pokalsieger & Deutscher Vize-Meister
Nicolás Niederle Gómez (Kajak-Wildwasser-Rennsport) – 2. Platz U23-WM
Yolanda Kahmann (Rollhockey) – Deutsche Meisterin & Deutsche Pokalsiegerin, EM-Kader
Victoria Krause (Speerwurf) – 1. Platz Deutsche Meisterschaften
Ekaterina Kuzminskaya (Synchronschwimmen) – 1. Platz und zweimal 2. Platz bei den Deutschen Meisterschaften
Lena Lindemann (Handball) – U19-Europameisterin
Denys Mozolevych (Speedklettern) – Teilnahme an der WM
Ayna Pollok (Fechten) – 2. Platz bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft im Fechten (DHM) im Teamwettbewerb mit dem Säbel
Franziska Ritter (Speedklettern) – verletzungsbedingt keine Wettkämpfe in 2025
Lennart Roos (400m Hürden) – 2. Platz DHM Leichtathletik
Denise Schmitz (Fechten) – 2. Platz DHM Fechten im Teamwettbewerb mit dem Säbel
Sofiia Tulchynska (Speedklettern) – 2. Platz bei den Deutschen Meisterschaften (außerhalb der Wertung)
Katharina Wagner (Fechten) – 2. Platz DHM Fechten im Teamwettbewerb mit dem Säbel
Annika Zech (Rollhockey) – EM-Kader