„Kommen Sie nach Wuppertal, wenn Sie Innovation in der Praxis erleben möchten.“ Mit dieser Botschaft hat Eva Platz (Vorständin der Wirtschaftsförderung Wuppertal) den Standort auf der „VivaTech“ in Paris vorgestellt. Auf Europas größter Messe für Technologie und Innovation präsentierte sie vor internationalem Fachpublikum, wie Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen in Wuppertal zusammenarbeiten, um neue Technologien schneller in die Anwendung zu bringen.
Gemeinsam mit dem Wuppertaler Unternehmen Gebrüder Jaeger war die Wirtschaftsförderung erstmals auf der „VivaTech“ vertreten. Die Messe gilt mit mehr als 200.000 Besucherinnen und Besuchern aus 165 Ländern, über 15.000 Start-ups und 4.500 Ausstellern als eine der weltweit wichtigsten Plattformen für Innovation, Technologie und Unternehmertum. Deutschland war in diesem Jahr offizielles Partnerland.
„Wirtschaftsstandorte stehen heute in einem internationalen Wettbewerb um Talente, Unternehmen und Investitionen. Deshalb ist es wichtig, dass wir Wuppertals Stärken auch auf internationalen Bühnen sichtbar machen“, sagt Eva Platz. „Speziell die familiengeführten Unternehmen, darunter viele Weltmarktführer, leben Innovation seit Generationen und innovieren permanent. Das möchten wir international sichtbarer machen und neue Partnerschaften für unseren Standort gewinnen.“
Die Wirtschaftsförderung präsentierte sich mit weiteren Kommunen und Wirtschaftsförderungen aus Nordrhein-Westfalen im sogenannten „German Park“, dem zentralen deutschen Gemeinschaftsstand der Messe. cDarüber hinaus war Wuppertal Teil des Fachpanels „Ecosystem Showcase: Scaling Science & AI in North Rhine-Westphalia“. Mit Partnern aus Nordrhein-Westfalen zeigte Eva Platz auf, wie regionale Innovationsökosysteme dazu beitragen können, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in marktfähige Produkte und Geschäftsmodelle zu überführen.
Im Mittelpunkt standen dabei die bergischen Stärken. „Gerade unser starker industrieller Mittelstand bietet hervorragende Voraussetzungen, um neue Technologien unter realen Bedingungen zu entwickeln und zu skalieren. Das Zusammenspiel zwischen Unternehmen, Startups und Wissenschaft am Standort wollen wir noch mehr nach außen zeigen“, so Platz.
Sven Wagner aus der „Start- & Scaleup Unit“ der Wirtschaftsförderung bot die Messe vor allem wertvolle Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der internationalen Innovationsszene. „Künstliche Intelligenz war auf der VivaTech allgegenwärtig. Viele der spannendsten Anwendungen entstehen dort, wo konkrete Herausforderungen aus der Industrie auf innovative technologische Lösungen von Startups treffen. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass Themen wie Cybersicherheit, technologische Resilienz und digitale Souveränität zunehmend an Bedeutung gewinnen“, sagt Wagner.
Begleitet wurde die Wirtschaftsförderung vom Wuppertaler Unternehmen Gebrüder Jaeger. Die Firma entwickelt auf Basis von Textil- und Kunststoffkomponenten maßgeschneiderte Lösungen, zum Beispiel für die Bauindustrie. Dabei wird großer Wert auf die Entwicklung neuer Produkte gelegt.
Kemal Uslu (Head of Product Management) nutzte die Messe, um neue Technologien und Trends kennenzulernen: „Die Messe hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial Künstliche Intelligenz für Innovation und Produktivität bietet. Besonders wertvoll waren für mich der branchenübergreifende Austausch, die vielfältigen Anwendungsbeispiele aus unterschiedlichen Branchen sowie die Gespräche mit potenziellen Kooperationspartnern – sowohl mit etablierten Unternehmen als auch mit Startups. Für Gebrüder Jaeger nehmen wir viele neue Impulse und wertvolle Kontakte mit.“
Die Vernetzung lokaler Unternehmen ist ein zentraler Bestandteil des Serviceangebots der Wirtschaftsförderung. Damit will sie Unternehmen den Zugang zu Innovationsplattformen erleichtern und ihnen neue Impulse für die eigene Innovationsarbeit eröffnen. Nach dem Debüt auf der „VivaTech“ soll die internationale Präsenz des Standorts weiter gestärkt werden. Die Wirtschaftsförderung sieht internationale Leitveranstaltungen, die zu den Kompetenzfeldern des Standortes passen, als „wichtige Möglichkeit, Wuppertal als innovativen Wirtschaftsstandort zu positionieren und neue Kontakte zu Unternehmen, Start-ups und Innovationsakteuren aufzubauen“.
Die nächste Gelegenheit dazu bot sich diese Woche: Die war Wirtschaftsförderung, begleitet vom lokalen Startup „FairUp“, auf der „GITEX AI Europe“ in Berlin vertreten, um „die Stärken des Standortes im Bereich Künstliche Intelligenz und digitale Innovation“ zu präsentieren.