Geschäftsjahr 2025 „gwg“ mit Gewinn von 1,3 Millionen Euro

Wuppertal · Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Wuppertal (gwg) hat das Wirtschaftsjahr 2025 mit einem Gewinn von rund 1,3 Millionen Euro (Vorjahr 0,2 Millionen Euro) abgeschlossen. Das hat das Unternehmen auf seiner Bilanzpressekonferenz bekanntgegeben.

Das Verwaltungsgebäude an der Hoeftstraße.

Foto: Sigurd Steinprinz

„Gegenüber dem Plan ergibt sich eine Verbesserung um 0,9 Millionen Euro. Zwar steigen die Aufwendungen für Personal, Zinsen und sonstige betriebliche Kosten auf 15,6 0,2 Millionen Euro und lagen damit um 0,6 Millionen Euro bzw. vier Prozent über dem Vorjahreswert. Jedoch haben sich auch die Umsätze aus der Hausbewirtschaftung von 42,5 0,2 Millionen Euro im Vorjahr auf 44,3 0,2 Millionen Euro in 2025 um rund 4,3 Prozent erhöht“, heißt es.

Das Rohergebnis ist somit von 24 0,2 Millionen Euro in 2024 auf 25,6 0,2 Millionen Euro in 2025 um ca. 6,4 Prozent gestiegen. Das Eigenkapital wuchs leicht um 890.000. Durch das Bilanzsummenwachstum von 13 0,2 Millionen Euro (plus 3,4 Prozent) ging die Eigenkapitalquote allerdings von 24,5 Prozent im Vorjahr auf 23,8 Prozent zurück.

Geschäftsführer Oliver Zier.

Foto: Uwe Schinkel

„Der Jahresabschluss 2025 zeigt: Trotz anhaltender Herausforderungen – von steigenden Zinsen über den Fachkräftemangel bis hin zu schwierigen Rahmenbedingungen für Wohnungsbau und Klimainvestitionen – konnte die gwg ihre wirtschaftlichen Ziele übertreffen und wichtige Zukunftsprojekte erfolgreich voranbringen“, so die „gwg“. Sie besitzt als städtisches Tochterunternehmen und größte Vermieterin in Wuppertal derzeit rund 5.600 Wohnungen, darunter 120 Senioren-Service-Wohnungen. Außerdem vermietet sie rund 40.500 Quadratmeter Gewerbefläche.

Mit einer Leerstandsquote von 0,6 Prozent hat die „gwg“ nach eigenen Angaben zum Jahresende einen „historisch niedrigen Wert“ erreicht. Man habe „weiterhin deutlich unter dem gesamtstädtischen Durchschnitt von 5,5 Prozent“ gelegen: Die hohe Nachfrage nach Wohnraum im Bestand der gwg spiegelt sich auch im Jahr 2025 in einer sehr positiven Vermietungssituation wider.“

Mit einer Ausbildungsquote von 10,6 Prozent zum 31. Dezember 2025 setze man „ein klares Zeichen für Nachwuchsförderung und langfristige Unternehmensentwicklung“. In den nächsten zehn Jahren will das Unternehmen insgesamt rund 319 Mio. € in den Wohnstandort Wuppertal investieren:“ Davon entfallen rund 264 Millionen Euro auf die Modernisierung des Bestandes und Maßnahmen der Energiewende.“

2025 hatte die „gwg“ zudem zwei Großprojekte abgeschlossen: „Mit dem Wuppertaler Hof und dem ,WupperTalentZentrum‘ wurden zwei bedeutende Modernisierungsvorhaben für die Stadt Wuppertal fertiggestellt und übergeben. Zudem konnten gemeinsam mit den Wuppertaler Stadtwerken im Rahmen des Projekts ,300toZero‘ weitere Maßnahmen zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung umgesetzt werden, die künftig rund 280 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen.“

Ein zentrales Vorhaben bleibe der Wohnpark Schellenbeck in Nächstebreck: „Hier konnte bereits das erste modernisierte Wohnhaus erfolgreich fertiggestellt und vollständig vermietet werden. Das zeigt die hohe Nachfrage nach modernisiertem und bezahlbarem Wohnraum in Wuppertal. Im ersten Bauabschnitt investiert die gwg rund 30 Millionen Euro in die umfassende Modernisierung von zwei Hochhäusern. Der Anteil öffentlich geförderter Wohnungen steigt dabei von null auf 60 Prozent. Das Land NRW unterstützt das Projekt mit 13,2 Millionen Euro Fördermitteln; ausgezeichnet wurde es zudem mit dem „Städtebauplus“-Siegel im Rahmen von KlimaQuartier.NRW.“