Stadt gibt Verhaltenstipps Aktuell hohe Ozonwerte auch in Wuppertal

Wuppertal · In Nordrhein-Westfalen werden derzeit hohe Ozonwerte gemessen – auch Wuppertal zählt zu den betroffenen Städten. Darauf machen das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) und die Stadtverwaltung aufmerksam.

Symbolbild.

Foto: Gerd Altmann

Derzeit liegen die Messungen in Wuppertal zwar nicht über den Grenzwerten, so die städtische Umweltberatung, dies könne aber am Freitag (26. Juni 2026) oder in den kommenden Tagen der Fall werden.

Ab 180 Mikrogramm pro Kubikmeter ist die sogenannte Informationsschwelle erreicht, ab 240 Mikrogramm pro Kubikmeter die sogenannte Alarmschwelle. Am Donnerstag (25. Juni) lag der höchste gemessene Ozonwert an der Wuppertaler Messtelle bei 166 Mikrogramm.

Die Stadtverwaltung empfiehlt weiterhin, Rücksicht auf die eigene Gesundheit zu nehmen und die Verhaltenstipps des LANUKS zu befolgen: „Bei Ozonwerten über der Informationsschwelle wird besonders empfindlichen Personen empfohlen, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Sportliche Aktivitäten sollten möglichst auf die frühen Vormittags- oder die Abendstunden verlegt werden. Bei Ozonwerten über der Alarmschwelle wird allen Bürgerinnen und Bürgern dringend empfohlen, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden.“

Erhöhte Ozonwerte können Schleimhautreizungen, Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen und eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit verursachen. Diese Beschwerden treten vor allem bei empfindlichen Personengruppen auf, zu denen etwa 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung zählen. Auch Menschen mit Arbeitsplätzen im Freien, Sportler (aufgrund der erhöhten Atemfrequenz), Säuglinge und Kleinkinder (wegen ihres höheren Atemvolumens) sind besonders gefährdet.

Wer sich trotz der hohen Ozonwerte im Freien aufhält, sollte unbedingt auf ausreichenden Sonnenschutz achten. Sonnenbrand ist nicht nur schmerzhaft, sondern erhöht auch das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Besonders Kinderhaut ist empfindlich und benötigt besonderen Schutz.

Bereits am Donnerstag (25. Juni) war der Krisenstab der Stadt Wuppertal zusammengekommen, um über Hinweise und mögliche Maßnahmen rund um das Thema Hitze zu beraten. Die Stadt appellierte in diesem Zusammenhang an alle Bürgerinnen und Bürger, auch auf Nachbarn, Verwandte und Bekannte ein wachsames Auge zu haben. Besonders gefährdet sind bei den aktuellen Temperaturen alleinstehende, ältere Menschen.

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