Zum Schutz der Gesundheit FDP/WFW will Klimaanlagen für Schulen und Pflegeheime

Wuppertal · Die FDP/WFW-Ratsfraktion fordert eine umfassende Strategie „zum Schutz von Schülerinnen und Schülern sowie älteren und pflegebedürftigen Menschen“ vor Hitze.

Die Hitze und die hohen Ozonwerte sorgen für gesundheitliche Probleme.

Foto: Gerd Altmann

„Wenn Temperaturen von über 30 Grad keine Ausnahme mehr sind, müssen wir unsere öffentliche Infrastruktur entsprechend anpassen“, heißt es in einer Stellungnahme. „Dazu gehören moderne Verschattungssysteme, zeitgemäße Lüftungstechnik und dort, wo sie erforderlich sind, auch Klimaanlagen“, ergänzt die Fraktionsvorsitzende Karin van der Most.

Nach Meinung der Fraktion sollten alle künftigen Schulneubauten „grundsätzlich mit energieeffizienten Klimaanlagen ausgestattet“ werden: „Gleichzeitig braucht es einen langfristigen Plan zur schrittweisen Nachrüstung bestehender Schulgebäude, insbesondere an besonders hitzebelasteten Standorten.“

Auch Alten- und Pflegeheime müssten stärker in den Fokus rücken. „Für viele ältere Menschen ist Hitze nicht nur unangenehm, sondern eine ernsthafte Gesundheitsgefahr. Deshalb sollten Klimaanlagen in Alten- und Pflegeheimen künftig zum Standard gehören“, so van der Most.

Die Fraktion fordert die Stadtverwaltung auf, „den Handlungsbedarf bei Schulen und Pflegeeinrichtungen systematisch zu erfassen und ein Prioritätenkonzept für notwendige Investitionen vorzulegen“.

Gleichzeitig müsse sich das Land Nordrhein-Westfalen an der Finanzierung beteiligen: „Klimaanlagen sind angesichts immer häufigerer Hitzewellen kein Luxus, sondern ein wichtiger Beitrag zum Gesundheits- und Bildungsschutz. Wer die Folgen des Klimawandels ernst nimmt, muss auch die notwendigen Konsequenzen ziehen.“