Briefe von Leserinnen und Lesern „Kann nur raten, sich zu informieren“

Wuppertal · Betr.: Rundgang über das BUGA-Areal

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Führung.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Christoph Petersen

Ich mache gar keinen Hehl daraus, dass ich eigentlich gegen die BUGA war und wohl auch noch bin. Nicht, weil ich grundsätzlich gegen diese Art von Neustrukturierung und zukunftsorientierter Ausrichtung bin, sondern eher, weil ich das dafür investierte Geld an anderen Stellen für notwendiger erachtet habe und nach wie vor habe. Auch wenn die Investition durch zum Beispiel Eintrittsgelder eventuell wieder eingespielt wird.

Aber – die Politik und auch eine, wenn auch eine geringe, Mehrheit der Wuppertaler Bürger hat sich für eine BUGA in Wuppertal ausgesprochen. Die Sache ist beschlossen und nicht mehr aufzuhalten. Umso erfreulicher fand ich das Angebot vom BUGA-Planungsbüro und Wuppertaler Rundschau von Infoführungen zum Thema BUGA.

Da es mehr Anmelder als zur Verfügung stehende Plätze gab, wurde gelost, und mein Mann und ich hatten das Glück, für die Führung am 8. August 2026 gezogen zu werden. Treffpunkt war um 11 Uhr am Wanderparkplatz Königshöhe ( rbslöhstraße/Junkersweg) 30 Teilnehmer wurden von der der Geschäftsführerin des Planungsbüros BUGA 2031, Frau Susanne Brambora-Schulz, und dem Projektverantwortlichen für Hängebrücke und Seilbahn, Herrn Niclas Lehr. begrüßt.

Beide Personen waren den Fragen und Bedenken der Teilnehmer gegenüber sehr ausgeschlossen und um eine fachqualifizierte und zufriedenstellende Beantwortung bemüht. Man konnte deutlich merken, dass beide Planer für das Projekt brennen und gar nicht abwarten können, bis es losgeht. Mit folierten Bildmontagen und VR-Brillen wurde versucht, das Projekt zu visualisieren.

Ich gebe zu, dass sie auch mich für das Vorhaben begeistern konnten. Ich persönlich kann den Synergieeffekt einer 850 Meter langen Hängebrücke über Industrie, Bahngleise und Straße nach wie vor nicht erkennen und sehe in der geplanten Seilbahn lediglich im Rahmen der sechsmonatigen BUGA-Laufzeit und grundsätzlich nur für den Grünen Zoo Wuppertal einen Gewinn, aber zumindest kann ich die ambitionierten Pläne anerkennen und hoffe, dass auch nach der BUGA genug Interessenten diese beiden Attraktionen nutzen werden.

Ich konnte anhand der Führung einen guten Eindruck von den geplanten Kerngebieten der BUGA gewinnen und denke, dass gerade der Bereich in Vohwinkel (ehemaliger Lokschuppen), der bislang weitgehend unbekannt ist, aufgewertet wird und dann auch nach der BUGA-Laufzeit ein Ort der Erholung bleibt. Zwischen diesem Gebiet und den anderen Kerngebieten ist ein Shuttleservice geplant, und an vielen Standorten wird es Gastronomie geben. Die Eintrittskarten sollen mit dem Zooeintritt und der Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel verknüpft werden.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich bei Kaiserwetter an einer sehr interessanten und informativen Führung an der Königshöhe teilgenommen habe. Etwas befremdlich fand ich lediglich, dass sich Personen einfanden, die nicht für die Führung gebucht waren und trotz Aufforderung nicht bereit waren zu gehen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei dem Planungsbüro der BUGA und der Wuppertaler Rundschau für die Idee und die Realisierung dieser Führung bedanken und kann nur jedem Wuppertaler raten, sich im Internet auf dem Stadtportal Wuppertal und im Planungsbüro Kaiserstraße 4 (dienstags von 10 bis 16 Uhr) über die BUGA 2031 zu informieren.

Silke Klapps

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