Briefe von Leserinnen und Lesern „Diese neue Verbindung fahre ich ziemlich oft“

Wuppertal · Betr.: Leserbrief zum Kommentar „Ein Unzustand und Skandal“ über den Elberfelder Wall, Rundschau vom 8. August 2026

Symbolbild.

Foto: Rundschau

Man kann kritisieren, dass der (so gescholtene) „sinnfreieste Fahrradweg“ am Wall unangenehm für Fußgänger ist, weil sie beim Queren nun auf Verkehr aus beiden Richtungen achten müssen. Man kann auch kritisieren, dass der Radweg dem Versprechen, den Wall wieder zu begrünen, jetzt im Weg steht. Denn Radweg + Grünstreifen + Fahrbahn + Busbucht dürften nur in der digitalen Welt nebeneinander passen.

Man sollte bei aller Kritik aber nicht vergessen, dass der Radweg die Nordbahntrasse mit der City verbindet. Das Anbindungsprojekt hatte gute Pro- und gute Kontra-Argumente. Die Pro-Entscheidung hat an der Neuen Friedrichstraße viele Parkplätze gekostet. Diese neue Verbindung fahre ich ziemlich oft und finde daher den Wall-Radweg gar nicht so sinnfrei.

Die Parkplätze sind weg und werden wohl auch weg bleiben. Wenn nach der lauter werdenden Kritik nun auch der Wall-Radweg zugunsten eines Grünstreifens wieder abgeschafft würde, dann wäre der Ausdruck „sinnfrei“ für die Trassenanbindung wohl wieder angebracht.

Martin Kerk

● Leserbrief an die Wuppertaler Rundschau: [email protected]
● Zu den Rundschau-Leserbriefen: hier klicken!
● Allgemeine Hinweise zur Veröffentlichung: hier klicken!