Friedrichschulstraße Festnahme: Mann soll Kontrahenten vorsätzlich angefahren haben

Wuppertal · Die Wuppertaler Polizei hat einen 27-Jährigen festgenommen. Er wird beschuldigt, am Sonntag (28. Juni 2026) gegen 3:50 Uhr in der Friedrichschulstraße einen anderen Mann „vorsätzlich angefahren“ zu haben.

Symbolbild.

Foto: Christoph Petersen

Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei am Montag (29. Juni) mitteilten, soll sich der 27-Jährige zuvor nach einem Streit mit seiner Ex-Partnerin „in einem Fahrzeug vor einem Mehrfamilienhaus in der Friedrichschulstraße“ aufgehalten haben.

Ein 29-Jähriger habe ihn – so die bisherigen Ermittlungen – deshalb zur Rede stellen wollen. „Aus diesem Grund ging er auf das Fahrzeug des Beschuldigten zu. Daraufhin fuhr der Beschuldigte los und lenkte das Fahrzeug bewusst in Richtung des Geschädigten“, heißt es. Der 29-Jährige sei frontal vom Auto erfasst und zu Boden geschleudert worden. Dabei habe er sich erhebliche Verletzungen zugezogen – neben Prellungen und Schürfwunden auch eine Verletzung am Kopf.

Der Rettungsdienst versorgte ihn unterdessen vor Ort und brachte in danach zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. „Eine Lebensgefahr bestand nicht“, erklärten die Polizei und Staatsanwaltschaft.

Der 27-Jährige habe keine Hilfe geleistet, sondern sei mit dem Auto in Richtung Gathe losgefahren. Die alarmierten Einsatzkräfte, die über die Identität des Mannes in Kenntnis gesetzt worden waren, suchten ihn wenig später in seiner Wohnung an der Uellendahler Straße auf. Dort habe er sich „widerstandslos“ festnehmen lassen, so die beiden Behörden. Er wurde zunächst ins Gewahrsam gebracht.

Die Staatsanwaltschaft hat beim Wuppertaler Amtsgericht einen Haftbefehl beantragt. Sie wirft dem Fahrer versuchten Totschlag, eine gefährliche Körperverletzung und einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr vor. Stimmt der Richter zu, muss der 27-Jährige in Untersuchungshaft. Über die genauen Hintergründe des Streits liegen keine Informationen vor.

(red/jak)