Das tragische Unglück ereignete sich gegen 13 Uhr. Die Fallhöhe betrug mehr als zehn Meter. Das Kind schlug auf dem Gehweg auf. Nach dem Notruf rückten zahlreiche Rettungskräfte an. Darunter war auch ein speziell geschultes Kindernotfallteam. Nach der Versorgung vor Ort im Rahmen der Ersten Hilfe wurde das Kleinkind in Begleitung von Notärzten in ein Krankenhaus der Maximalversorgung gebracht.
Über den genauen Gesundheitszustand war zunächst nichts bekannt. Das betraf auch die Frage, ob Lebensgefahr bestand. Das Kind wurde auf der Intensivstation behandelt. Dort kämpften die Ärztinnen und Ärzte unter Einsatz der modernsten Technik um sein Leben. Die inneren und äußeren Verletzungen erwiesen sich aber als zu schwerwiegend, um es noch retten zu können. (Bilder)
Tragisches Unglück in Oberbarmen
Die Wuppertaler Polizei hat unterdessen damit begonnen, zu den Hintergründen zu ermitteln. In dem Haus waren wegen der hohen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke sehr viele Fenster geöffnet. Die Polizei schließt zwar grundsätzlich – wie immer in solchen Fällen – auch andere Hintergründe nicht aus.
Aber: „Zum jetzigen Erkenntnisstand ergeben sich keine Hinweise auf eine vorsätzlich herbeigeführte Straftat“, heißt es. Man ermittele weiter in alle Richtungen, heißt es aus dem Präsidium. Geklärt werden muss unter anderem die Frage, die das Kind an das Fenster gelangen konnte und wer die Aufsichtspflicht hatte.
Die Berliner Straße war während des Einsatzes in Richtung Elberfeld ab der Brändströmstraße komplett gesperrt. Es kam deshalb auf dem Teilstück der B7 zu Behinderungen. Der Verkehr wurde während der Maßnahmen entsprechend umgeleitet.