Grundschule Hammesberger Weg Die ersten „Spritzen“ für den neuen OGS-Anbau

Wuppertal · An der Grundschule Hammesberger Weg haben die Arbeiten für einen Anbau an den bestehenden Erweiterungsbau begonnen.

Die Stabilisierung hat begonnen.

Foto: Stadt Wuppertal | GMW, Frank Buetz

Zunächst wird an der Grenze der Boden bis zu drei Meter tief mit Harz-Injektionen ausgehärtet, um die Bestandsfundamente zu stabilisieren. Am Dienstag (28. Juli 2026) wurde die erste „Spritze“ verabreicht. Zwei Tage sind für die Maßnahme angesetzt.

Mit dem zweigeschossigen Anbau werden dringend erforderliche zusätzliche Flächen für den offenen Ganztag an der zweizügigen Gemeinschaftsgrundschule bereitgestellt. Bereits zum Schuljahr 2025/26 war für das Mittagessen in einem Erweiterungsbau eine Verteilerküche installiert worden, sodass der Ganztag mit drei Gruppen starten konnte. Der Neubau wird nun auf dem Schulgrundstück angeschlossen.

Die Arbeiten zur Geländesicherung sind allerdings laut Verwaltung sehr aufwändig: „Da der bestehende Erweiterungsbau auf einer Anhöhe liegt, von dort das Gelände zur Straße hin steil abfällt und außerdem der Boden von weicher Qualität ist, muss das Gelände vor der Errichtung des Anbaus durch Geländeaustausch und -aufschüttung stabilisiert werden. Das neue Gelände wird in bis zu zwei Meter hohe umlaufende L-Steine eingebettet. Die Erd- und Rohbauarbeiten beginnen voraussichtlich im September.“

Durch den Anbau öffnet sich der bestehende Flur im Erdgeschoss des bestehenden Erweiterungsgebäudes zu einer großzügigen Differenzierungsfläche für den offenen Ganztag. „Im Erdgeschoss des Anbaus entstehen zudem unter anderem drei Büroräume, von denen einer als Besprechungsraum genutzt werden kann, sowie eine weitere Differenzierungsfläche. Im Obergeschoss werden unter anderem ein weiterer Tagesraum, ein viertes Büro und weitere Differenzierungsflächen untergebracht. Sämtliche für den offenen Ganztag geschaffenen Tagesräume sollen vormittags auch als Klassenräume genutzt werden“, erklärt das Rathaus.

Insgesamt verfügt der neue Baukörper, der in Massivbauweise mit Klinkerfassade errichtet wird, über rund 485 Quadratmeter Brutto-Grundfläche. Im Zuge der Baumaßnahme werden auch die Flächen vor und hinter dem Gebäude neu gestaltet. Wegen der natürlichen Radon-Ausdünstungen aus dem Boden wird zum einen über die Bodenplatte für den Anbau eine spezielle Folie gelegt. Zum anderen wird die Lüftungsanlage so groß ausgelegt, dass der gesamte Gebäudekomplex belüftet wird.

Der Rat der Stadt hat die Errichtung des Anbaus mit Kosten in Höhe von 3,63 Millionen Euro (zuzüglich der schulischen Ausstattung und Vernetzung) beschlossen. Sie wird mit 1,7 Millionen Euro über die Förderrichtlinie Ganztagsausbau finanziert. Mit der Fertigstellung wird im zweiten Quartal 2028 gerechnet.