In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten lag das sportliche Tagesgeschäft stets in den Händen eines Sportlichen Leiters und eines Cheftrainers. Externe Bewerbungen mit dem Interesse, einen der Posten zu übernehmen, gibt es zwar auch diesmal reichlich. Dennoch könnte dieses Modell bald der Vergangenheit angehören. „Es ist noch nicht klar, ob wir zwei Positionen besetzen oder nur eine“, bestätigte WSV-Vorstand Ludger Kineke am Pfingstmontag (25. Mai) gegenüber der Rundschau.
Der Hintergrund ist klar: Eine solche Entscheidung würde den (bislang) ohnehin nicht großen Etat entlasten. Sollte der WSV – was ebenfalls zumindest ein Denkmodell ist und von Marc Bach, dem Leiter des Nachwuchszentrums, vorgeschlagen wurde – das Profitum abschaffen und das Training in den Abend verlegen, wäre eine Ein-Mann-Lösung nachvollziehbar. Umso mehr, wenn die direkte Rückkehr in die Regionalliga nicht das Saisonziel werden sollte (die Rundschau berichtete).
Ob man in der Angelegenheit in dieser Woche vorankomme, werde sich zeigen, so Kineke. Der Kader muss unterdessen komplett neu aufgebaut werden. Durch den Abstieg in die Oberliga Niederrhein (Saisonstart am zweiten August-Wochenende, erste Runde im Niederrheinpokal eine Woche vorher) dürfte der Trainingsauftakt allerdings erst Ende Juni / Anfang Juli sein. Insofern besteht noch Zeit.
Derweil haben einige Spieler aus dem bisherigen WSV-Aufgebot neue Vereine gefunden. Levin Müller schließt sich dem Südwest-Regionalligisten TSV Steinbach Haiger an, Romeo Kovarszki dem Mitabsteiger Spielvereinigung Velbert, Jeff-Dennis Fehr dem Mittelrheinligisten VfL Vichttal. Imar Lammaour Sekaki läuft künftig für den Westfalen-Oberligisten TuS Ennepetal auf. Torwart Emil Metz spielt im Rahmen des Studiums in Texas (USA) für die Apache Athletics (Tyler Junior College).