Die Stimmen nach dem Spiel BHC-Trainer Pütz: „Es war schwer enttäuschend“

Wuppertal / Düsseldorf · Eine gute Leistung wollte der Handball-Bundesligist Bergischer HC gegen den THW Kiel abliefern. Doch der Rekordmeister zeigte dem Vize-Pokalsieger die Grenzen auf. Die Stimmen nach der Partie im Düsseldorfer Dome.

Die BHC-Trainer Markus Pütz (Mitte, li.) und Arnor Gunnarsson.

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Filip Jicha (Trainer THW Kiel: „Wir haben eine sehr konzentrierte Leistung gezeigt. Wir hatten uns viel vorgenommen, konnten vieles davon direkt umsetzen. Es freut uns, dass wir im Positionsangriff sehr gute Werte erzielt haben. Die Deckung war beweglich und teilweise aggressiv mit einem ordentlichen Andi Wolff dahinter. So haben wir uns einen Vorsprung in der ersten Halbzeit erspielt.

Der BHC hat dann mit dem siebten Feldspieler agiert und auch direkt gute Angriffe. Aber wir sind nicht aus dem Gleichgewicht gekommen. Wir haben unsere konzentrierte Leistung durchgezogen. Wir hatten gute Angriffe mit guten Abschlussquoten. Es freut mich für meine Jungs, dass sie so eine Leistung beim BHC zeigen konnten.“ (Bilder)

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BHC verliert gegen THW Kiel

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Markus Pütz (Trainer Bergischer HC): „Es war schwer enttäuschend. Wir kommen schon sehr schlecht rein, liegen 1:6 zurück und verhageln uns vieles durch technische Fehler – alleine acht sind es in der ersten Halbzeit. Kiel macht es sehr gut, führt zu Recht auch in der Höhe. Wobei wir uns natürlich auch über die Phase drei, vier Minuten vor der Pause ärgern, in der wir von 7:11 auf 7:15 zurückfallen. Da agieren wir nicht clever, nehmen zu schnell Abschlüsse. Wir sind in der ersten Halbzeit überhaupt nicht im Angriff da. Sieben Tore sind viel zu wenig.

Dann kommen wir auf fünf Tore ran durch das Sieben gegen Sechs, aber auch da fehlt uns einfach Tiefe. Wir sind nicht bereit. Was uns dann umso mehr raushaut, ist die berechtigte Rote Karte gegen Johannes Wasielewski. Er fehlt wahrscheinlich die nächsten Spiele komplett. Das ist nicht clever, das ist nicht gut für uns, und das ist vor allem auch unnötig. Jetzt müssen wir schauen, dass wir uns sammeln. Der Sieg geht auch in der Höhe absolut in Ordnung für Kiel.“

Fabian Gutbrod (Sportlicher Leiter Bergischer HC): „Wir haben genauso gut oder schlecht gespielt, wie es das Ergebnis aussagt. Ich finde, dass wir neben dem Rückstand auch nicht das mitgebracht haben, was es gebraucht hätte, um den THW in Bedrängnis zu bringen. Die Körpersprache war nicht gut, die Entscheidungen waren nicht gut, wir machen zu viele technische Fehler.

Wir hatten auch nie wirklich Zugriff in der Abwehr und hatten auch zu wenig Unterstützung von den Spielern, die von der Bank kommen. Deswegen verlieren wir, und wir verlieren auch berechtigt mit neun Toren Unterschied.“

(red)