Die Stimmen nach dem Spiel BHC-Trainer Pütz: „Ein wenig ein Schritt zurück“

Wuppertal · Als Außenseiter war der Handball-Bundesligist BHC ins Derby gegen den VfL Gummersbach gegangen. Die Gäste wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Stimmen aus der Düsseldorfer Mitsubishi Electric-Halle.

BHC-Trainer Arnor Gunnarsson (re.) vor dem Anpfiff.

Foto: Dirk Freund

Gudjon Valur Sigurdsson (Trainer VfL Gummersbach): „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir sind von Anfang an gut ins Tempo gekommen, haben uns es aber trotzdem in der ersten Halbzeit ein bisschen zu schwer gemacht, weil wir zu weit auseinanderstanden. Der BHC hat in meinen Augen zu oft gute Situationen herausspielen können. Insgesamt finde ich, hatten wir das Spiel im Griff.

Wir haben auch gut in der zweiten Halbzeit angefangen, haben uns einen großen Vorsprung erarbeitet und konnten durchwechseln. Wir hatten frische Beine auf der Platte und insgesamt bin ich mit den zwei Punkten glücklich. Ich glaube, es war ein schönes Handballspiel. Es war vielleicht nicht das intensivste, aber beide Mannschaften sind Tempo gegangen und viel gelaufen. Dem BHC viel Erfolg für die kommenden Aufgaben.“ (Bilder)

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BHC verliert gegen Gummersbach

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Markus Pütz (Trainer Bergischer HC): „„Herzlichen Glückwunsch an den VfL Gummersbach zu einem absolut verdienten Sieg – auch in der Höhe. Gummersbach ist sicherlich die Mannschaft der Stunde gerade. Das haben sie heute auch wieder gezeigt. Sie kommen sehr gut rein. Natürlich sind wir nicht ganz zufrieden, weil wir einfach die Intensität in den Zweikämpfen vermissen lassen. Dadurch gehen wir mit minus vier in die Pause und liegen danach zu schnell mit zehn zurück.

Das ist halt schon so ein wenig ein Schritt zurück – wegen der Intensität, die wir eigentlich in den letzten Spielen an den Tag gelegt haben. Auf der anderen Seite wissen wir aber auch, dass das heute absolute Pluspunkte gewesen wären. Gummersbach ist nicht die Mannschaft, die wir schlagen müssen. Da kommen jetzt noch ganz andere Aufgaben auf uns zu.

Aber: Es ist dann schon schade, weil die Jungs im Spielverlauf den Glauben so ein bisschen an sich selbst verloren haben. Das soll nicht die Leistung von Gummersbach schmälern, weil sie es wirklich sehr, sehr gut machen. Wir wollen uns aber so bisschen an die eigene Nase fassen, weil wir das einfach in den nächsten Spielen anders machen müssen. Und jetzt geht’s darum, dass wir einfach mal ein Wochenende frei haben, um uns dann auf ein ganz anderes taktisches Konstrukt vorzubereiten, wenn Stuttgart zu uns kommt.

Trotzdem: Wir freuen uns, dass wir hier den großen Zuschauerzuspruch hatten. Das dritte Mal in Folge ausverkaufte Halle, das ist für alle schön. Dementsprechend hoffen wir, dass wir nächstes Jahr wieder Derbys gegen Gummersbach haben. Und werden uns dann hoffentlich in den nächsten Spielen mit einem anderen Gesicht präsentieren.“

Fabian Gutbrod (Sportlicher Leiter Bergischer HC): „„Wir kommen sehr schlecht ins Spiel. Im Angriff haben wir wenig Tiefe, Gummersbach war gut vorbereitet auf die Isolation von uns. Die Zweikämpfe gewinnen wir nicht. In der Abwehr schaffen wir es eigentlich über 60 Minuten nicht, in Zweikämpfe zu kommen, und die Rückraumschützen so unter Druck zu setzen, dass sie schlechte Abschlüsse nehmen müssen.

Natürlich wissen wir um die Qualität von Köster, Schluroff und Smits. Trotzdem haben wir uns das anders vorgenommen. Das war nicht gut, deshalb kriegen wir auch 39 Tore – und das auch verdient.“

(red)