Die Stimmen nach dem Spiel BHC-Trainer Pütz: „Minus sieben ist zu viel“

Wuppertal / Düsseldorf · Punkte holte der Handball-Bundesligist BHC gegen die Füchse Berlin zwar nicht. Die Fans fuhren ob der ordentlichen Leistung trotzdem zufrieden nach Hause. Die Stimmen nach dem Abpfiff.

Christopher Rudeck gelangen zwölf Paraden.

Foto: Dirk Freund

Nicolej Krickau (Trainer Füchse Berlin): „Wir mussten 60 Minuten konzentriert bleiben, um dieses Spiel für uns zu entscheiden. Das haben wir glücklicherweise fast geschafft. Deshalb sind wir auch sehr zufrieden mit den beiden Punkten, die beim BHC nicht selbstverständlich sind.

Unser Spielfluss war weitgehend gut, aber uns fehlte das letzte Finish in einer schwierigen Phase. Christopher Rudeck war mit seinen Paraden auch mal ein Thema, aber grundsätzlich waren wir ganz zufrieden mit unserer Leistung." (Bilder)

Bilder: Bergischer HC verliert gegen Füchse Berlin
24 Bilder

BHC verliert gegen Berlin

24 Bilder
Foto: Dirk Freund

Markus Pütz (Trainer Bergischer HC): „Es war ein absolut verdienter Sieg. Am Anfang waren wir nicht mutig genug, so dass Berlin schnell mit fünf Toren wegzieht. Wir haben zwar auf drei Tore verkürzt, aber waren mit unserer Leistung in der ersten Halbzeit in vielen Bereichen nicht ganz zufrieden. Wir zeigen nach der Pause das Kämpferherz. Gerade in der Phase, als wir auf 17:25 auf 23:25 stellen, decken wir gut und zwingen Berlin in lange Angriffsphasen. Leider machen wir zwei technische Fehler, die uns sehr ärgern.

Vielleicht hätten wir Berlin da noch mehr unter Druck setzen können. Man muss auch sagen, dass die Füchse es sehr routiniert machen. Wenn sie ein Tor brauchen, kriegen sie das. Wir kriegen unseren Rückzug dann auch nicht organisiert. Es ärgert mich schon, dass wir es mit minus sieben verlieren. Wenn wir es mit minus vier verlieren, gehen wir positiv gestimmt raus.

Minus sieben ist zu viel – da müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Trotzdem war es ein Schritt nach vorne – auch in den Einzelleistungen: Sören Steinhaus macht ein gutes Spiel, Aron Seesing einen kleinen Schritt nach vorne. Das brauchen wir, um eine gute Trainingswoche gestalten zu können, um gegen Leipzig voll da zu sein."

Fabian Gutbrod (Sportlicher Leiter Bergischer HC): „Wir machen es insgesamt ordentlich, aber in irgendeinem Bereich des Handballspiels fehlt uns das Besondere oder Überdurchschnittliche, um Berlin ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. In der ersten Halbzeit machen wir ein paar überhastete Abschlüsse im Rückraum, in der zweiten können wir das Momentum bekommen, verpassen das aber auch.

Wir verlieren verdient, wenn auch ein wenig zu hoch. Aber das spielt letztlich keine Rolle. Insgesamt war es nach Eisenach ein Schritt in die richtige Richtung gegen einen sehr guten Gegner."

(red)