Fußball-RL: Samstag gegen Kölns U21 WSV-Coach Wunderlich: „Werden wir kein zweites Mal akzeptieren“

Wuppertal · Trotz der neuerlichen Niederschläge ist das Heimspiel des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV am Samstag (21. Februar 2026) gegen die U21 des 1. FC Köln ab 14 Uhr im Stadion am Zoo nicht gefährdet – die neue Drainage arbeitet zuverlässig. Das erwartet Chefcoach Mike Wunderlich nun auch von seinem Team.

WSV-Sportchef Gaetano Manno (li.) und Trainer Mike Wunderlich.

Foto: Dirk Freund

Wie schon unmittelbar nach der ernüchternden 1:5-Niederlage bei der Zweitvertretung des FC Schalke 04 nahm der 39-Jährige am Donnerstag (19. Februar) kein Blatt vor dem Mund: „In der Art und Weise war es inakzeptabel. So eine Leistung werden wir kein zweites Mal akzeptieren.“ Deshalb strich er zu Wochenbeginn auch den eigentlich trainingsfreien Tag: „Nicht um zu bestrafen, sondern um gewisse Dinge anzusprechen. Und wir hatten einiges zu besprechen.“

Gegen die U23 von Borussia Dortmund habe die Mannschaft gezeigt, „wozu wir in der Lage sind“. Das Gefühl sei vor der Reise nach Gelsenkirchen deshalb gut gewesen. Es kam komplett anders. „Dass es Rückschläge gibt, ist klar. So war es aber nicht abzusehen“, blickt Wunderlich zurück. Die Gegentore seien trotz entsprechender ausdrücklicher Hinweise auf die Spielweise der Schalker Jungprofis gefallen, die „Einstellung und Körperlichkeit“ hätten gefehlt. In einer Situation seien die Führungsspieler gefragt.

Bilder: WSV-Debakel im Parkstadion bei Schalkes U23
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WSV-Debakel auf Schalke

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„Wir versuchen herauszufinden, warum der ein oder andere in dem Moment, wenn es drauf ankommt, nicht da ist. Und das nach so einem Spiel wie gegen Dortmund. Wir werden nicht belohnt, wenn wir die Basics nur alle drei, vier Wochen abrufen. Wir müssen Woche für Woche den Bock umstoßen. Tun wir das nicht, dann wird es ganz schwer“, warnt der Trainer („Ich nehme mich mit in die Verantwortung“) deutlich.

Am Samstag sei das Ziel, „von Anfang an eine Reaktion zu zeigen. Es geht darum, Leistung konstant auf den Platz zu bringen“. Wechsel schließt er ausdrücklich nicht aus: „Wir werden mit Sicherheit die ein oder andere Veränderung in der Startelf haben.“ Kadi Atmaca plagt sich allerdings weiter mit Oberschenkel-Problemen herum, Vincent Schaub ist erkältet. Gut möglich, dass Nicolas Hirschberger wieder in die Startelf rückt.

Auch Sportchef Gaetano Manno ist sich der prekären Lage bewusst. Grundsätzlich könne der WSV in dieser Liga gegen jeden Gegner verlieren, wenn die Grundvoraussetzungen nicht abgerufen würden, umgekehrt aber auch gewinnen, wenn sie gezeigt werden. Manno ist sich mit Blick auf die Tabelle bewusst: „Es ist fünf vor 12, die Spiele werden weniger. Wir müssen jetzt da sein.“