Laaken Schienenersatzverkehr: Bus in Laaken auf Abwegen

Wuppertal · Der wegen der Gleissperrung notwendige Schienenersatzverkehr (SEV) läuft in Wuppertal auch anderthalb Wochen nach dem Start noch nicht rund. Am Dienstagmorgen (17. Februar 2026) hing ein Gelenkbus im Bereich Laaken / Laaker Landwehr fest.

Aufnahme von Rundschau-Leser Sascha Bausen.

Foto: Sascha Bausen

Die Probleme begannen am frühen Morgen gegen 6 Uhr. Der Busfahrer hatte zu spät erkannt, dass er nicht auf der richtigen Route unterwegs war, sondern sich verfahren hatte. Er versuchte daraufhin, mit dem Wagen in dem steilen und engen Bereich ein Wendemanöver zu vollziehen. Das misslang aber, auch weil durch geparkte Autos zu wenig Platz war.

Der Bus geriet im weiteren Verlauf in einen Grünbereich und kollidierte mit einem Strauch. Der Wagen wurde dabei beschädigt. Über die Höhe des entstandenen Sachschadens liegen noch keine Informationen vor. Eine Weiterfahrt war nicht mehr möglich. Stattdessen musste der Bus am späten Vormittag abgeschleppt werden. Ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln verstoßen hat, wird derzeit geprüft.

Nach Angaben der Bahn waren die Strecken im Vorfeld mit den externen Fahrerinnen und Fahren eingeübt worden. Die Kritik am Schienenersatzverkehr ist dennoch weiterhin groß. Nutzerinnen und Nutzer des ÖPNV bemängeln unter anderem, dass teilweise nicht genügend Kapazitäten zur Verfügung stünden, die Busse dadurch überfüllt seien und die angegebenen Taktzeiten nicht eingehalten würden. Dadurch sei es oft nicht möglich, Anschlüsse zu erreichen.

Die Probleme begannen am frühen Morgen.

Foto: Sascha Bausen

Die Rundschau hatte die Bahn dazu bereits in der vergangenen Woche zu der Thematik befragt. Insgesamt, so der Konzern, sei man mit dem Auftakt des Ersatzverkehrs zufrieden: „Die Erfahrungen zeigen aber auch, dass sich der Betrieb zu Beginn noch ein wenig einruckeln muss. Echte Routinen entstehen erst im laufenden Betrieb. Daher bitten wir unsere Fahrgäste um Verständnis und etwas Geduld.“ Die Sanierung sei, hieß es seinerzeit, ein „echter Kraftakt“.

(red)