Am 6. Februar 2026 fuhren die letzten Züge, danach startete die Bahn das Großprojekt. Am Bahnhof in Wuppertal-Oberbarmen beispielsweise sind Arbeiter mit der Arbeit an den Gleisen und am Gleisbett beschäftigt. Der Aushub wird in Großcontainer gekippt und abtransportiert. Gleichzeitig liefen Schweißarbeiten auf den Bahnsteigen.
Unterdessen ist der Südsteg, der die Elberfelder Südstadt mit dem Hauptbahnhof verbindet, gesperrt. Fußgängerinnen und Fußgänger müssen den Umweg über das Kleeblatt und die Dessauer Straße nutzen – bis zum bis 20. Februar sowie vom 20. März bis 3. April und 15. Mai bis 12. Juni. (Bilder)
Bauarbeiten am Bahnhof Oberbarmen
Der bisherige Übergang wird entfernt. Geplant ist ein Neubau mit Treppen und einem Aufzug, der Ende 2027 fertig sein soll. An der Finanzierung beteiligen sich der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (2,3 Millionen Euro), das Land NRW mit seiner Städtebauförderung (1,7 Millionen Euro) und die Stadt Wuppertal (zwischen 1,7 bis 2,5 Millionen Euro).
Verkehrsdezernent Gunnar Ohrndorf: „Der neue Südsteg stärkt die Vernetzung zwischen Hauptbahnhof und Südstadt und unterstützt Menschen aller Altersgruppen und Mobilitäten. Damit wird eine zentrale Verknüpfung im Nahverkehrsnetz unserer Stadt wesentlich verbessert!“ Für den barrierefreien Neubau hatte sich seit vielen Jahren der Bürgerverein der Elberfelder Südstadt starkgemacht.
Probleme gibt es unterdessen weiter mit dem Schienenersatzverkehr (SEV). Am Dienstagmorgen (17. Februar) fuhr sich ein Bus im Bereich Laaken fest. „Echte Routinen entstehen erst im laufenden Betrieb. Daher bitten wir unsere Fahrgäste um Verständnis und etwas Geduld“, hatte die Bahn in der vergangenen Woche auf Rundschau-Anfrage mitgeteilt.
Erst Anfang Juli soll die komplette Bahnstrecke wieder freigegeben werden – wenn der Zeitplan eingehalten werden kann. Für die Sanierung des Abschnitts zwischen Hamburg und Berlin ist das nicht der Fall. Der Zeitplan der eigentlich auf neun Monate angesetzten Arbeiten, die Ende April enden sollten, lasse sich nicht mehr halten, teilte die Deutsche Bahn mit.
Hauptgrund sei der „stärkste Wintereinbruch seit mehr als 15 Jahren“, sagte Gerd-Dietrich Bolte (Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO). Wegen des Bodenfrostes hätten seit Ende Dezember mehrere technische Vorhaben nicht umgesetzt werden können.