Briefe von Leserinnen und Lesern „Geht es hier mit rechten Dingen zu?“

Wuppertal · Betr.: Stellplatz-Nachweise in Wuppertal

Symbolbild.

Foto: Rundschau

Jeder Bäcker muss für eine neue Filiale Stellplätze nachweisen oder pro „fehlendem“ Stellplatz 7.200 Euro Ablöse an die Stadt blechen. Die Stadt Wuppertal macht sich die Welt, wie es ihr gefällt: Knapp die Hälfte der Stellplätze für Stadion am Zoo entfallen ersatzlos für den ALDI in Sonnborn. Die vorhandenen Stellplätze am geplanten PBZ/Bausch-Zentrum an der Kluse werden ersatzlos überbaut.

Für die und von der BUGA kilometerweit entfernt soll eine Wiese bis 2031 als Parkplatz für tausende Autos herhalten mit der Begründung, wir bräuchten jetzt sofort unbedingt neue Gewerbeflächen. In der Bahnverwaltung werden Tausende Quadratmeter Ämter mit viel Besucherverkehr zusammengezogen – die vorhandenen Stellflächen werden schon ausreichen und die meisten kommen bestimmt mit Bus und Bahn.

Der Bauantrag eines Privateigentümers an der Buntenbeck wurde natürlich abgelehnt – weil der Flächennutzungsplan entgegenstünde. Aber die Änderung desselben wegen des Megaparkplatzes war natürlich gar kein Problem. Geht es hier mit rechten Dingen zu, oder nennt sich das „Stadtentwicklung in Bergisch Sizilien“?

Norbert Bernhardt

Leserbrief an die Wuppertaler Rundschau: redaktion@wuppertaler-rundschau.de
● Zu den Rundschau-Leserbriefen: hier klicken!
● Allgemeine Hinweise zur Veröffentlichung: hier klicken!