Der AFDC hätte gerne den unteren Bereich des Ludgerwegs, gemäß einer Verwaltungsvorlage, zur Fahrradstraße erklärt bekommen. Dabei sollte auch durch den ADFC bedacht werden: Der Ludgerweg ist die einzige Andienungsstraße zu den Siedlungen Westpark mit ca. 100 Häusern, der Siedlung Scottweg mit ca. 50 Häusern, der Siedlung Kinderbusch / Wibbeltrath mit weiteren ca. 50 Häusern und der neu geschaffenen BEMA-Siedlung Ludgerweg mit weiteren 100 Häusern.
Eine weitere mögliche Andienung und zeitweise auch als Ausweich-Andienung der Siedlungen genutzte einspurige Straße über den Wibbeltrather Weg möchte die Stadt Haan in Ihrem Bereich gerne einschränken und wurde auch zeitweise durcheinen Poller verhindert.
Dass es hier zu erheblichen verkehrlichen Belastungen kommt, kann sich jeder normal denkende Mensch ausmalen. Auch durch die Freigabe des Anliegerverkehrs über die Fahrradstraße wird sich die Situation nur weiter verschärfen und könnte zur Eskalation beitragen.
Betrachten Sie einfach nur das ungebührliche Verhalten der sogenannten Sportradfahrer auf der Nordbahntrasse, die auch eine Schädigung von kleinen Kindern in Kauf nehmen um Ihren Fahrstil zu untermauern. In den oben genannten Siedlungen befinden sich viele Klein- und Schulkinder, die täglich den Ludgerweg auch zu Fuß nutzen müssen. Da sind diese Radfahrer keine rücksichtsvollen Nutzer. Wie hier die Ausweisung einer Fahrradstraße den Zubringerverkehr und Anliegerverkehr zu ca. 300 bis 350 Ein- und Zweifamilien Häusern verringern kann, um die Wohnqualität zu verbessern, konnte ich bis heute nicht erkennen.
Die Empfehlung der Verwaltung, hier dem Fahrradclub für die eventuell 30 bis 50 Radfahrer am Tage eine eigene Fahrradstraße einzurichten, stammt aus einer Zeit, wo noch keine Baumaßnahme durch die BEMA geplant war, möchte sich mir heute nicht mehr erschließen, besonders da es, parallel dazu im Verlauf der B 228 auf der alten Straßenbahntrasse, bereits einen ausgewiesenen Radweg gibt.
Hier könnten ein eventuell besserer Ausbau und eine ausgewiesene Anbindung an die Trasse in Richtung Solingen und zur polnischen Mütze im Bereich Tückmantel hilfreich sein. Die Anbindung an die Nordbahntrasse ab hier über die Yale-Allee und Akzenta am Stationsgarten sollte sich der ADFC dann auch mal intensiv vornehmen und nicht wegen des Ludgerwegs polemisch agieren.
Erhard Kaltenborn (Sprecher Bürgerinitiative „Rettet Vohwinkel“)
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