Man kann wirklich den Eindruck gewinnen, die Behörden verwalten sich selbst. Sollte dann noch etwas Zeit übrigbleiben, dann muss man sich um den Bürger kümmern. Was beim Straßenverkehrsamt vor sich geht, ist kaum in Worte zu fassen. Hier ist der Bürger Spielball der Bürokratie.
Wenn Ihnen der Führerschein gestohlen wird, verkaufen Sie am besten direkt Ihr Auto, ein Ersatzdokument werden Sie so schnell nicht wieder bekommen. Und das, obwohl alle Informationen vorliegen sollten.
Um es deutlicher zu machen, die Diebstahl-Anzeige wurde bei der Polizei aufgegeben. Hier wird nicht über einen neuen Führerschein gesprochen, sondern nur über ein Ersatzdokument. Scheinbar sieht das die Bürokratie anders.
Auch werden die wichtigen Dinge nicht eingefordert, wie beispielsweise ein aktueller Sehtest, stattdessen müssen zum x-ten Mal dieselben Informationen vorgelegt werden? Warum gebe ich alle Informationen bei der ersten Erstellung des Führerscheins an, warum gebe ich dieselbe Information erneut bei der Polizei an?
Warum wird damit kein automatisierter Prozess gestartet, der die Behörde entlastet und die Prozesse beschleunigt? Warum gebe ich, für den Fall, dass es irgendwann wieder Termine gibt, dieselben Informationen erneut beim Straßenverkehrsamt ein? Wenn wir über Bürokratieabbau reden, wäre das ein wunderbares Beispiel.
Marc Schöffler
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