Briefe von Leserinnen und Lesern „Andere Städte nutzen ihre besonderen Merkmale“

Wuppertal · Betr.: Ablehnung von „Schwebebahn-Stadt“ Wuppertal

Eigentlich eine klare Sache.

Foto: Achim Otto

Es ist nicht zu fassen, welche Kleingeister im Stadtrat Wuppertal regieren! Den Namenszusatz erneut abzulehnen mit der Begründung „Unsere Stadt ist doch viel mehr als die Schwebebahn …“ zeigt doch, dass keinerlei Fachkenntnis vorhanden war bzw. eingeholt wurde. Andere Städte nutzen ihre besonderen Merkmale doch auch, und kein Besucher glaubt, dass es in Hamburg nur den Hafen gibt, in Berlin das Brandenburger Tor, in Dresden den Zwinger, in Köln den Dom usw.

Also warum soll Wuppertal nicht mit seiner Schwebebahn werben? An einem fehlenden Marketingkonzept kann es doch nicht scheitern, zumal außerhalb der städtischen Verwaltung diesbezüglich doch sicher kein Mangel besteht. Lieber wurde nach der Ablehnung 2015 zehn Jahre gar nichts gemacht!

Dies bestätigt meines Erachtens die Aussage von Herrn Schneidewind in seinem Buch „Dienstschluss Herausforderung Kommunalpolitik“: „... eine eher ernüchternde Bestandsaufnahme deutscher Verhältnisse im Kleinen, das auch erklärt, warum viele gut gemeinte Ansätze oft im Ansatz stecken bleiben“. Obwohl es „zivilgesellschaftliche Initiativen mit vielen Personen im daran so reichen Wuppertal gibt, die aber meistens außerhalb der klassischen Lokalpolitik stehen“.

Gerade im Hinblick auf BUGA, das Pina-Bausch-Zentrum usw. muss es doch möglich sein, über den eigenen Tellerrand zu schauen und eine gute Idee zu erkennen, egal welche Fraktion sie macht.

Bärbel Stolte

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