Ehrlich gesagt wundert es mich schon, dass sich die CDU ausgerechnet auf ein einzelnes Gebäude am Mollenkotten einschießt. Direkt daneben steht die ehemalige Felderbachklinik, die scheinbar deutlich weniger Aufmerksamkeit bekommt. Dabei gibt es in der Stadt doch unzählige Lost Places mit Potenzial für Wohnraum, Gewerbe oder auch Freizeitangebote.
In Wichlinghausen stehen zwei Kindergärten leer, in der Handelstraße gibt es zwei abrissreife Häuser, dann das ehemalige Prym-Gebäude – und schräg gegenüber die gelbe Villa, die gefühlt mindestens einmal im Jahr brennt. Die Liste ließe sich problemlos fortsetzen.
Statt sich einzelne Objekte herauszupicken, sollte die Stadt das Thema Leerstand insgesamt als Projekt und echte Chance begreifen. Dieses Cherry-Picking der CDU wirkt auf mich jedenfalls nicht wie ein durchdachter Ansatz für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung, sondern für Symbolpolitik für die ansässigen Anwohner.
Martin Müller
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