Briefe von Leserinnen und Lesern „Folgten unter Umständen einige Stadträte ihrem Gewissen?“

Wuppertal · Betr.: Artikel „Köster will Abschaffung der geheimen Wahl“, Rundschau vom 7. Februar 2026

Dr. Rolf Köster am Rednerpult im Stadtrat. Hinten rechts der Beigeordnete Matthias Nocke.

Foto: Christoph Petersen

Tja, Herr Köster, so ist das mit der Demokratie. Tritt sie ein und ist das Abstimmungsergebnis nicht, wie (in den berüchtigten Hinterzimmern der Wuppertaler Lokalpolitik?) abgesprochen – es gibt ja „Abweichler“ –, ist der Schock groß. Wer warum wie abgestimmt hat, werden wir nie erfahren.

Bei der Aufarbeitung des „demokratischen Debakels“ (Zitat Herr Köster) wird aber immer von persönlichen Befindlichkeiten, Rache usw. ausgegangen und geschrieben, aber nie die Frage gestellt, ob die Abstimmungsberechtigten mit der politischen Arbeit Herrn Nockes zufrieden waren.

Folgten unter Umständen einige Stadträte ihrem Gewissen (soll es tatsächlich geben) und nicht dem Fraktionszwang? Daher geheime Abstimmung, und das ist gut! Gäbe es mehr davon, fielen manche Entscheidungen anders aus, aber nicht unbedingt schlecht. Meiner Meinung nach war Herrn Nockes politische Arbeit, entgegen den offiziellen Beteuerungen, nicht unbedingt immer zufriedenstellend. Die Kulturschaffenden sind zurecht bestürzt, dass er bald nicht mehr da sein wird, denn er bewegte für sie einiges, und es ist zu hoffen, dass adäquater Ersatz in diesem Feld wird beschafft werden können.

Aber Sicherheit und Ordnung, auch Herrn Nockes Zuständigkeitsbereiche? Da frage man Bürger und Mitarbeiter im Einwohnermeldeamt, in der Straßenverkehrsbehörde – auch nach deren Umzügen – im Ordnungsamt nach ihrer Meinung und verfolge Gespräche und Leserbriefe; da gibt es eindeutige Antworten.

Somit, Herr Köster, ist zu hoffen, dass der Landtag die NRW-Gemeindeordnung lässt, wie sie ist.

Frank Khan

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