„Das ist ein offener und schwerwiegender Bruch des Völkerrechts, das die Anwendung militärischer Gewalt nur für den Fall einer direkten Bedrohung oder im Verteidigungsfall vorsieht. Auch eine mögliche Kritik an der venezolanischen Regierung rechtfertigt keinen kriegerischen Angriff. Die Bestimmung ihrer Regierung ist allein Sache des venezolanischen Volkes. Dieser Angriff bedroht alle Länder Südamerikas, welche von den USA als ihr „Hinterhof“ betrachtet werden.
Schon im Gaza-Krieg setzte Trump einen ,Deal‘ durch, der ihm selbst die oberste Entscheidungsgewalt einräumt und der für das palästinensische Volk bis heute nur eine Reduktion der militärischen Übergriffe bedeutet, aber keine Friedensperspektive bietet. Der Ukraine-Plan zeigt, dass die amerikanische Politik den eigenen Wirtschafts- und Machtinteressen dient, was zu Lasten der Menschen in der Kriegsregion geht.
Wo die US-amerikanische Politik ihre Interessen nicht durchsetzen kann, wird ungeachtet des Völkerrechts mit militärischer Gewalt agiert. Hinter den kriegerischen Aktivitäten der USA steht das Interesse an den Rohstoffen und der Ausweitung ihrer Machtsphäre. Die Versenkung ziviler unbewaffneter Schiffe und die Entführung von Öltankern verdeutlichen die Missachtung internationalen Seerechts und humanitärer Standards.
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo forderte bereits am 17. Dezember 2025: ,Unabhängig von den Meinungen über die Regierung in Venezuela, über die Präsidentschaft von Maduro‘, sagt sie, ,Nein zu Interventionen, Nein zu ausländischer Einmischung‘ und fordert eine „gewaltfreie Lösung von Konflikten und Dialog für den Frieden‘.
Es ist unerträglich zu erleben, wie sich die Staaten der Europäischen Union verweigern, eine klare Durchsetzung des Völkerrechts und des internationalen Seerechtes von den USA zu fordern. Sie verspielen damit den letzten Rest an Glaubwürdigkeit gegenüber den zunehmend wirtschaftlich erstarkenden ,Ländern des Südens‘, die über 80 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren.
Wir fordern die politischen Kräfte auch in Europa auf, sich mit deutlichen politischen Signalen gegen dieses völkerrechtswidrige Vorgehen der US-amerikanischen Regierung zu Wort zu melden und für eine nichtmilitärische Konfliktlösung einzutreten.
Wir fordern von der Bundesregierung und der EU:
● eine klare Verurteilung der völkerrechtswidrigen Angriffe auf den souveränen Staat Venezuela und der Entführung ihres Präsidenten und seiner Frau
● den Einsatz für eine sofortige Freilassung und Reisefreiheit für den entführten Präsidenten und seine Frau,
● das Eintreten für ein sofortiges Ende der Seeblockade, der Sanktionen und den Abzug der Kriegsschiffe,
● die Ablehnung jeder fremden Einflussnahme auf die Regierungsbildung in Venezuela, insbesondere der Machtübernahme durch die USA,
● wie in vergleichbaren Fällen Sanktionen gegen den Aggressor USA.“