Katholische Citykirche Wuppertal „Aschenkreuz to go“ am Berliner Plätzchen

Wuppertal · Die Katholische Citykirche Wuppertal macht am Aschermittwoch (18. Februar 2026) auf eine alte Tradition aufmerksam. Pastoralreferent Dr. Werner Kleine verteilt von 12 bis 13 Uhr am Berliner Plätzchen in Oberbarmen das Aschenkreuz.

Das Aschekreuz auf der Stirn.

Foto: Christoph Schönbach

Um 12 Uhr wird eine kurze Andacht zum Aschermittwoch gehalten. Danach besteht die Gelegenheit, im bzw. am Berliner Plätzchen (Berliner Straße 173 / Ecke Langobardenstraße) das Aschenkreuz und den damit verbundenen Zuspruch, der Mahnung und Segen zugleich ist, zu empfangen. Nach der Andacht wird Kleine auch über den Markt am Berliner Platz gehen und dort auf Wunsch das Aschenkreuz austeilen.

Mit dem Aschermittwoch beginnt für Christinnen und Christen alljährlich die 40-tägige österliche Bußzeit, die der Volksmund als „Fastenzeit“ bezeichnet. In der römisch-katholischen Tradition wird die österliche Bußzeit durch zwei Fast- und Abstinenztage (Aschermittwoch und Karfreitag) gerahmt, die Zeit dazwischen dient in besonderer Weise der Vorbereitung auf das höchste Fest des Kirchenjahres, dem sogenannten „Triduum Paschale“: An drei Tagen von Gründonnerstag bis zur Osternacht werden Tod und Auferstehung Jesu Christi gefeiert, die das innere Fundament des christlichen Glaubens bilden.

Pastoralreferent Dr. Werner Kleine.

Foto: Rundschau/Christoph Petersen

Traditionell wird in den römisch-katholischen Kirchen am Aschermittwoch das Aschekreuz ausgeteilt. Dazu wird entweder Asche auf das Haupt der Glaubenden gestreut oder die Stirne mit einem Kreuz aus Asche bezeichnet. Dazu wird der Satz gesprochen: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“

Die Asche selbst erinnert an die Vergänglichkeit des Menschen. Gerade von der Vergänglichkeit her wird der wahre Wert des Lebens erst sichtbar. Jeder Mensch und jedes Menschen Leben ist einzigartig. Das Aschenkreuz zu empfangen ist daher sicher ein Zeichen persönlicher Demut aber auch der Zusage an den Wert des Lebens. Es wird von hierher zu einem Segenszeichen.

Die Aktion „Ashes to go“ kann im englischsprachigen Bereich – vor allem in der anglikanischen Kirche – schon auf eine langjährige Tradition zurückblicken. Im deutschsprachigen Raum gehörte die Katholische Citykirche Wuppertal zu den ersten, die das „Aschenkreuz to go“ am Aschermittwoch anboten. Die Aktion fand in Wuppertal (damals auch bundesweit) erstmalig im Jahr 2017 statt. Mittlerweile hat sie bundesweit Nachahmer gefunden.