Dieser entscheidet dann auf Antrag der Wuppertaler Staatsanwaltschaft, ob der Tatverdächtige in Untersuchungshaft genommen wird. Der deutsche Staatsangehörige war noch in der Nacht per richterlichem Beschluss in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Es konnte demnach nicht ausgeschlossen werden, dass er sich selber Verletzungen zufügen würde.
Der 19-Jährige war nach bisherigen Ermittlungen auf der Fahrt mit zwei Heranwachsenden in Streit geraten. Im Rahmen der Auseinandersetzung soll er dann ein Messer gezogen und zugestochen haben. Im Bus waren auf dem Boden und an den Wänden größere Mengen an Blut zu sehen. (Bilder)
Messerangriff im SEV-Bus
Die schwer verletzten Angegriffenen wurden zunächst vor Ort vom Rettungsdienst versorgt und anschießend zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Das 19 Jahre alte Opfer musste intensivmedizinisch behandelt werden.
Als der Busfahrer an der Friedrich-Ebertstraße auf Höhe des Robert-Daum-Platzes stoppte und die Türen geöffnet hatte, flüchtete der Tatverdächtige zunächst in Richtung Tannenbergstraße. Dort wurde er von Einsatzkräften gestellt, vorläufig festgenommen und mit ins Gewahrsam genommen. Das Messer, das als Tatwaffe gilt, entdeckten sie in der unmittelbaren Nähe des Busses. Es passte zu Teilen eines Aufsatzes im Bus. Der 19-Jährige hatte es mutmaßlich auf seiner Flucht in ein Gebüsch geworfen.
Die Kriminalpolizei ermittelt weiterhin zu den Hintergründen. Sie hatte am Freitagabend mehrere Zeuginnen und Zeugen befragt, Videomaterial ausgewertet und zudem Spuren gesichert. Im Falle einer Verurteilung wegen versuchten Totschlags droht dem Tatverdächtigen eine langjährige Haftstrafe.