Die Frau erschien um 19:45 Uhr in den Räumen der Bundespolizei und gab den Vorfall zu Protokoll. Wegen ihre genauen Angaben zu Tatort und Täter sichteten die Beamten die Videoaufzeichnungen aus dem Hauptbahnhof. Dabei erkannten sie sowohl die Vorbereitung als auch die Handlung.
Die junge Frau wurde demnach durch den sogenannten „Anrempeltrick“ abgelenkt und bestohlen. Die Tatverdächtigen, ein 38- und ein 49-jähriger Rumäne, gingen gemeinsam vor. Der Ältere rempelte laut Polizei die junge Frau an, griff in die Jackentasche und reichte die Beute an seinen jüngeren Komplizen weiter.
Die Männer verließen danach den Bahnhof und somit auch den Videobereich. Die Bundespolizei leitete deshalb eine Fahndung im Nahbereich ein. 15 Minuten später wurde der 38-Jährige Tatverdächtige festgenommen. „Bei dem Mann wurden Bekleidungsgegenstände aufgefunden, die den Verdacht eines Ladendiebstahls nahelegten. Die entwendete Geldbörse und das Smartphone der Geschädigten führte der Tatverdächtige nicht mit sich“, so die Polizei.
Der 49-Jährige wurde kurz Zeit später ebenfalls durch eine Streife der Bundespolizei verhaftet. Das Eigentum der 18-Jährigen fanden die Beamten allerdings nicht. Stattdessen wurde ein weiteres Smartphone entdeckt, das offenbar aus einem anderen Diebstahl stammte.
Bei der Personalfeststellung stellte sich zudem heraus, dass die Deutsche Bahn gegen den 49-Jährigen ein Betretungsverbot für ihre Bereiche ausgesprochen und die Staatsanwaltschaft Hannover eine Aufenthaltsermittlung der wegen des Erschleichens von Leistungen erlassen hat.
Die Gegenstände wurden sichergestellt. Die Beschuldigten, die zunächst ins Polizeigewahrsam gebracht wurden, wurden später dem Haftrichter vorgeführt.