In der Sitzung am Mittwoch (28. Januar 2026) gab es dafür eine deutliche Mehrheit. „Die Verlängerung des Mietvertrags für die Landesunterkunft ist eine gute und wichtige Entscheidung“, erklärt Bezirksbürgermeisterin Julia Schnäbelin. „Sie entlastet die Stadt Wuppertal in der Unterbringung von Geflüchteten erheblich, da die dort untergebrachten Menschen auf unseren kommunalen Schlüssel angerechnet werden – ohne zusätzlichen organisatorischen oder finanziellen Aufwand für die Stadt.“
Die Unterkunft funktioniere „seit längerer Zeit gut“, so die rot-grün-rote Koalition. Sie sei „professionell organisiert, mit sozialpädagogischer Betreuung ausgestattet“ und habe sich als „konfliktarm“ erwiesen. „Aus unserer Sicht gibt es keine sachlichen Gründe, die gegen eine Verlängerung sprechen“, so Armin Dinn (Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen). „Im Gegenteil: Die Einrichtung ist gut eingebunden und stellt für den Stadtteil keine Belastung dar.“
Allerdings müssten die schulähnlichen Bildungsangebote für die in der Unterkunft lebenden Kinder dringend verbessert werden. „Es kann nicht sein, dass Kinder über längere Zeit keinen verlässlichen Zugang zu Bildung haben“, betont Katharina Wintjes (Fraktionssprecherin der Linken). „Wir erwarten, dass die Bezirksregierung zeitnah sicherstellt, dass die Kinder regelmäßig zur Landesunterkunft nach Ronsdorf gebracht werden, um dort das bestehende Bildungsangebot nutzen zu können.“