Der Platz soll in den kommenden fünf Monaten zu einem „vielseitig nutzbaren Stadtraum“ weiterentwickelt werden, so die Verwaltung. Die Umgestaltung der Fläche am Hauptbahnhof entlang der Straße Döppersberg / B7 wurde vom Rat im Februar 2025 beschlossen.
„Zentrales Element der Neugestaltung ist die sogenannte Multicodierung des Stadtraums: Der Wupperplatz Ost soll künftig mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen – als Ort des Erinnerns, als grüner Aufenthaltsraum im Quartier und als Beitrag zu einer klimaangepassten und biodiversitätsfreundlichen Stadtentwicklung“, heißt es aus dem Rathaus.
Im Zuge der Umgestaltung werden im Rahmen des Mahnmals für die Opfer des „NSU“ 10+1 neue Bäume gepflanzt. Der Platz soll so an die Opfer der rechtsextremen Terrorserie erinnern. Die Gedenkinitiative „10+1 Bäume für die Opfer des NSU“ wurde in mehreren deutschen Städten bereits umgesetzt. „Der nun gewählte Ort ist bewusst in den Stadtraum integriert und Teil eines Gesamtkonzeptes, das Erinnerung nicht isoliert, sondern als Bestandteil des alltäglichen urbanen Lebens sichtbar macht“, erklärt die Verwaltung.
Neben dem Beitrag zur Erinnerungskultur soll der Platz zu einer ökologischen Aufwertung des urbanen Raums beitragen: „Gemeinsam mit vielfältigen Staudenpflanzungen sollen die Bäume das Mikroklima verbessern, Schatten spenden und Lebensräume für Insekten und andere Tiere schaffen. Die Pflanzungen sind gezielt so gewählt, dass sie einen Beitrag zur Förderung der Biodiversität leisten und gleichzeitig das Erscheinungsbild des Platzes deutlich aufwerten.“
Dezernentin Dr. Kathrin Linthorst: „Mit der Neugestaltung des Wupperplatzes Ost entsteht ein zeitgemäßer Stadtraum, der verschiedene Ebenen miteinander verbindet – Erinnerung, ökologische Qualität und Aufenthaltsfunktion. Die Multicodierung ermöglicht es, dass der Platz gleichzeitig Ort des Gedenkens, der Begegnung und der ökologischen Aufwertung sein kann.“