Elberfelder City Wupperpark Ost: Mobile Toiletten werden öfter gereinigt

Wuppertal · Die vier mobilen Toiletten im Wupperpark am Döppersberg stehen dem Szenetreffpunkt dort wieder zur Verfügung. Das Gebäudemanagement der Stadt hat einen Auftrag für zusätzliche tägliche Reinigungen vergeben.

Das Café Cosa im Wupperpark Ost.

Foto: Christoph Petersen

Zuvor hatte das Gesundheitsamt die Toiletten aufgrund von gesundheitsgefährdenden und unhygienischen Zuständen am 9. Februar geschlossen. Seitdem standen Toiletten im Wupperpark nur während der Öffnungszeiten des Café Cosa zur Verfügung.

„Natürlich ist das so keine Dauerlösung“, so Oberbürgermeisterin Miriam Scherff. „Die müssen wir am Runden Tisch für den Wupperpark noch finden. Aber ohne dauerhaftes Toilettenangebot vor Ort ist die Situation weder für die Menschen im Park noch für Nachbarn und Geschäftsleute zumutbar. Etliche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation, wie die tägliche Reinigung des Platzes durch unseren ESW, sind bereits umgesetzt; weitere, wie die Erweiterung der Öffnungszeiten des Café Cosa liegen den politischen Gremien zur Entscheidung vor. Wir bleiben an dem Thema dran.“

Sozialdezernentin Annette Berg: „Wir wissen um die Probleme an diesem Standort. Viele beteiligte Ämter und Institutionen engagieren sich wirklich mit Herzblut am Runden Tisch, um gemeinsam Verbesserungen zu erreichen. Insofern ist es eine gute Botschaft, dass jetzt so kurzfristig eine tägliche Reinigung der Toiletten umgesetzt werden konnte. Das verschafft uns Luft für eine langfristige Lösung.“

Der Runde Tisch für den Wupperpark wurde von Berg ins Leben gerufen und tagt viermal jährlich. Der Grund: Die Situation des Ortes als Szenetreffpunkt von drogengebrauchenden und suchtkranken Menschen führt oft zu Beschwerden und Unsicherheitsgefühl von Anliegerinnen Anliegern sowie Bürgerinnen und Bürgern. Beteiligt am Runden Tisch sind die Geschäftsbereiche der Verwaltung, Polizei und Feuerwehr, Elberfelds Bezirksbürgermeister, ESW und Anlieger sowie der Suchthilfeverein.

„Zu den bisherigen Ergebnissen des Runden Tisches für mehr Sauberkeit und Sicherheit auf dem Platz gehören verstärkte Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt, die Dixi-Toiletten als Interimsangebot, bessere Beleuchtung, erhöhte Reinigungsintervalle und ein fester Austausch mit den Anliegern“, erklärt die Verwaltung.

Längerfristig sollen die Angebote der Suchthilfe, etwa durch mehr aufsuchende Arbeit und verlängerte Öffnungszeiten des Café Cosa, neu konzeptioniert werden: „Im Erfahrungsaustausch mit anderen Städten werden zusätzliche Maßnahmen diskutiert. Dazu gehört die Prüfung weiterer Angebote für Suchtkranke im nahen Umfeld, für die die Verwaltung auch Erfahrungen mit dem Zürcher Modell auswerten will.“