Die Schließung der neu aufgestellten Toilettenanlagen durch das Gesundheitsamt wegen erheblicher Gesundheitsgefährdungen unterstreiche den akuten Handlungsbedarf.
„Was als ordnungspolitische Entlastungsmaßnahme gedacht war, hat sich als nicht zielführend erwiesen. Die Zustände im Park haben sich weiter verschärft. Offener Drogenkonsum, zunehmender Crackhandel und sicherheitsrelevante Vorfälle rund um den Döppersberg belasten Anwohner, Geschäftsleute, Pendler und Besucher der Elberfelder Innenstadt gleichermaßen“, kritisiert die Fraktion.
Die Vorsitzende Karin van der Most: „Alle bisherigen Maßnahmen haben die Lage nicht nachhaltig befriedet. Der Zustand im Wupperpark Ost ist unhaltbar geworden. Jetzt ist es an der Zeit, schnell einen neuen Standort für das Café Cosa zu finden.“ Bereits im Sommer habe sich auch die CDU für einen Standortwechsel ausgesprochen. Ein bloßes „Weiter so“ sei keine Option mehr.
In einem Ratsantrag fordert, die FDP/WFW-Fraktion, einen geeigneten neuen Standort für das Café Cosa zu identifizieren, hochfrequentierte Innenstadtlagen zu entlasten, ausreichenden Abstand zu Kitas, Schulen und Spielplätzen sicherzustellen, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu stärken und zugleich die Erreichbarkeit für die Zielgruppe zu gewährleisten“.
Darüber hinaus solle das Café Cosa und Drogenkonsumraum „Gleis 1“ konzeptionell weiterentwickelt werden, „um insbesondere die stark wachsende Crack-Konsumentenszene besser zu erreichen – mit dem klaren Ziel, Drogenkonsum und -handel aus dem öffentlichen Raum herauszunehmen“.
Die Fraktion: „Internationale Erfahrungen – insbesondere das sogenannte Zürcher Modell – zeigen, dass eine konsequente Bündelung von Konsum, Aufenthalt, medizinischer Versorgung und psychosozialer Begleitung in kontrollierten Einrichtungen zu einer spürbaren Entlastung des öffentlichen Raums führen kann. Auch in Köln und Düsseldorf werden derzeit vergleichbare Standort- und Konzeptanpassungen intensiv diskutiert.“
Die Innenstadt müsse, so van der Most, „wieder ein sicherer, sauberer und attraktiver Ort für alle Bürgerinnen und Bürger sein. Dafür braucht es jetzt entschlossenes Handeln statt weiterer Provisorien.“