Die Einrichtung, die laut Selbstbeschreibung zuständig ist „für drogenkonsumierende, wohnungs- und obdachlose Menschen, die der Wuppertaler Drogenszene angehören“, wird künftig montags bis freitags von 10 bis 20 Uhr (bisher bis 16 Uhr) sowie samstags von 14 bis 22 Uhr (bisher zweimal samstags von 10 bis 15 Uhr) zugänglich sein.
„Die bisherige konsumtive Zuschusszahlung in Höhe von 495.000 Euro pro Jahr wird um 272.385 Euro erhöht. Davon entfallen 237.609 Euro auf den Träger des Angebots zur Erweiterung der Öffnungszeiten und 34.776 Euro auf das Gebäudemanagement zur täglichen Reinigung der Toiletten“, so die Verwaltung. Eine weitere kurzfristige Maßnahme ist auch die stärkere Beleuchtung des Areals (die Rundschau berichtete).
Die Begründung der Verwaltung: „Die öffentliche Diskussion über sogenannte offene Drogenszenen und auch die mediale Berichterstattung über diese Orte haben sich in jüngster Zeit verstärkt. Orte, an denen offen illegale Substanzen konsumiert werden, werden durch die Mehrheitsgesellschaft als sogenannte Angsträume wahrgenommen. In Wuppertal zählt der Wupperpark Ost zu eben jenen Angsträumen.“
Konsumiert werde „insbesondere Heroin und Crack / Kokain“. Crack habe „eine starke Verbreitung auch in Wuppertals Drogenszene erfahren, die Verelendung von crackkonsumierenden Menschen ist sichtbarer geworden.“
Gleichzeitig werde „zunehmend deutlich, dass der Wupperpark Ost seiner ursprünglich geplanten Funktion mit dem Cafe Cosa nicht mehr der Zielsetzung der Verträglichkeit des Drogenkonsums im öffentlichen Raum gerecht wird. Hier spielt das geänderte Suchtverhalten und neue Drogen eine maßgebliche Rolle. Der Verwaltung ist bewusst, dass dringender Handlungsbedarf zur Entwicklung einer Lösung besteht, der der Situation durch das sich geänderte Suchtverhalten gerecht wird.“
Die Verwaltung will deshalb „alternative Standorte identifizieren und prüfen“. Das werde, so Dezernentin Annette Berg, aber nicht einfach. Es sei zu erwarten, dass jeder Vorschlag auf Widerstand stoße.
Ein gesonderter Antrag der FDP/WFW, der die Verwaltung auffordern sollte, einen „geeigneten Standort bis Ende des Jahres“ zu finden, fand keine Mehrheit. Ihn unterstützte die AfD. Die Fraktionsvorsitzende Karin van der Most hatte in ihrer Rede eine „konsequente Durchsetzung“ des Rechts, gleichzeitig aber auch „niederschwellige, realitätsnahe Hilfsangebote“ gefordert. Es gehe „nicht nur um Verlagerung, sondern auch um inhaltliche Erweiterung“.