Handball-BL: Zu Gast in Eisenach BHC will am Rosenmontag diesmal weniger wegwerfen

Wuppertal · Das 26:29 gegen die MT Melsungen war bitter für den Handball-Bundesligisten Bergischer HC. Die vielen Fehler sollen Rosenmontag (16. Februar 2026) nicht in dieser Menge passieren. Dann spielt der BHC beim ThSV Eisenach (19 Uhr, Werner-Aßmann-Halle).

Szene mit Nico Schöttle im Heimspiel gegen Melsungen.

Foto: Dirk Freund

„Ein bisschen schade ist der Termin schon“, meint Markus Pütz, der andere Coach im BHC-Trainerteam. „Einige von uns hätten sich bestimmt gerne im Karneval amüsiert.“ Stattdessen sind die Löwen sportlich gefordert – allerdings in einer Halle, die einer Karnevalsparty teilweise in nichts nachsteht. Die Werner-Aßmann-Halle ist bekannt für ihre Atmosphäre und einen extremen Druck, der von den Rängen kommt.

„Die Zuschauer pushen dort wirklich sehr“, weiß Gunnarsson. „Ich habe ja dort einige Male gespielt. Das merkt man schon. Aber es hat mir immer viel Spaß gemacht. Die Energie kann man auch für sich nutzen.“ Pütz fügt hinzu: „Ähnlich wie in Gummersbach. Da haben wir auch super gegengehalten und am Ende einen Punkt mitgenommen.“ In Eisenach wollen die Bergischen die Party vollständig crashen und beide Zähler entführen. (Bilder)

Bilder: Impressionen vom BHC-Match gegen Melsungen
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BHC verliert gegen Melsungen

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Das Vorhaben hatten in dieser Saison schon zehn Teams. Gelungen ist es nur der MT Melsungen, der SG Flensburg-Handewitt und dem SC Magdeburg. Der THW Kiel holte ein Unentschieden. Die restlichen 13 Zähler behielten die Thüringer – es ist gleichzeitig die gesamte Ausbeute in dieser Saison. Auswärts hat der ThSV noch keinen einzigen Punkt geholt. Der BHC hat auch nur den einen aus Gummersbach auf dem Konto, peilt also den ersten Sieg in der Fremde an.

Der würde guttun, zumal im Kampf um den Klassenerhalt jeder Erfolg zählt. Drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge haben die Löwen vor diesem Wochenende. „Die Ausgangslage ist weiterhin gut“, betont Markus Pütz, der sich durch die Tatsache, dass die letzten vier Liga-Spiele verloren gingen, nicht aus der Ruhe bringen lässt. „Es waren ärgerliche Niederlagen dabei – aber alle diese Spiele waren gegen mindestens den Siebten der Liga. Das gehört zur Einordnung dazu.“

Eisenach zählt zu den Gegnern, die der BHC in dieser Saison schon geschlagen hat. Im Dezember endete das Duell 27:26 in der Wuppertaler Uni-Halle. Veränderungen haben seitdem beide Teams vorgenommen. Die Eisenacher verpflichteten Dominik Solak für den Rückraum. Bei der knappen 31:33-Niederlage am Dienstag in Stuttgart erzielte er gleich fünf Treffer. „Er hat wenig Anpassungsprobleme“, beobachteten die BHC-Trainer. Der BHC holte in der Winterpause Kim Voss-Fels und Fynn Hangstein hinzu. Letztgenannten vom ThSV Eisenach, so dass die Partie für den 25-Jährigen eine ganz besondere sein dürfte.

Das Melsungen-Spiel haben alle gut überstanden, so dass die Bergischen voraussichtlich mit demselben Kader in Eisenach antreten werden. „Es hat uns schon geärgert“, sagt BHC-Trainer Arnor Gunnarsson. „Wenn man das Spiel noch einmal anschaut, merkt man, dass Melsungen nicht 100-prozentig da war. Wir hatten die Chance, sie zu schlagen.“ Zahlreiche Fehler haben das verhindert.

Defensiv setzen Gunnarsson und Pütz auf eine ähnlich kämpferische Leistung wie am Mittwoch, im Angriff wollen sie mutig bleiben, aber die Fehler reduzieren. 16 Stück waren es gegen die MT. „So wie wir den Ball vorne teilweise weggeworfen haben, wirkt es sich auch auf die Abwehr aus. Das ist Kopfsache. Was den Einsatz betrifft, war das aber vorbildlich. Wir sind immer wieder zurück ins Spiel gekommen.“