Fußball-Regionalliga WSV testet und setzt auf mehr Erfahrung statt Jugendstil

Wuppertal · Nach der Spielabsage in Rödinghausen hat der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV etwas mehr Zeit, die Neuzugänge zu integrieren. Unter anderem in einem Testspiel am Sonntag (1. Februar 2026), das auf Wunsch des Gastgebers unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet.

Auch Nicolas Hirschberger konnte die Niederlage gegen Velbert nicht verhindern.

Foto: Dirk Freund

Nicht zuletzt aus finanziellen Gründen wollte der WSV, so der Plan vor dem Saisonbeginn, mit zahlreichen jungen Akteuren den Klassenerhalt schaffen. Der ist zwar, trotz der frustrierenden 0:1-Niederlage im Derby gegen das Schlusslicht SSVg. Velbert, weiter möglich. Umgesetzt werden soll er aber nun mit mehr erfahrenem Personal.

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Den offensiven Mittelfeldspieler Nicolas Hirschberger (26, ausgeliehen vom 1. FC Bocholt) und Innenverteidiger Marko Stojanovic (31) hatte der WSV bereits in der Winterpause geholt, nun wurde noch der defensive Mittelfeldspieler Cenk Durgin (33, zuletzt Eintracht Hohkeppel) verpflichtet.

„Er ist ein absoluter Leader, jemand, der uns auf dem Platz gefehlt hat. Er hat sehr viel Mut, ein gutes Passspiel und eine gute Übersicht. Hinzu kommt seine Erfahrung. Ich bin sicher, dass er uns sofort guttun wird“, begründet der Sportliche Leiter Gaetano Manno den Transfer. Nachdem gegen Velbert mehrere dicke Chancen vergeben wurden (Trainer Wunderlich: „Bitterer kann man nicht verlieren“), könnte noch ein junger Stürmer kommen. Das Transferfenster schließt am Montag

Dass die Lage alles andere als einfach ist, ist den Verantwortlichen bewusst. So hat der WSV (17 Punkte) im Gegensatz zu den meisten anderen Konkurrenten bereits 19 Partien absolviert. Der Bonner SC (18 Spiele) ist durch das 2:1 in Gladbach auf 23 Punkte davongezogen. Paderborn, Düsseldorf und Rödinghausen sind sicher nicht schlechter besetzt als die Bergischen. Manno gibt sich indes weiter optimistisch: „Wir werden alles dafür tun, am 15. Mai über dem Strich zu stehen.“

Unterdessen freut sich der WSV, für Sonntag in der Kürze der Zeit und angesichts des laufenden Ligabetriebs einen Testspielgegner gefunden zu haben. Die Partie findet nicht in Wuppertal statt. In Rödinghausen war der Rasen unter der Woche schneebedeckt, Donnerstag folgte die erwartete Sperrung des Platzes.

Das zunächst für Dienstag (3. Februar) geplante Testspiel beim Westfalenligisten DJK TuS Hordel fällt derweil aus. Es war seinerzeit noch unter dem ehemaligen WSV-Trainer Sebastian Tyrala vereinbart worden. Die nächste Chance, Punkte zu holen, haben die Rot-Blauen am kommenden Samstag (7. Februar, 14 Uhr, Stadion am Zoo). Favorit ist der WSV gegen U23 von Borussia Dortmund nicht.