DIe Stimmen nach dem Spiel WSV-Trainer Wunderlich: „Jungs haben alles auf dem Platz gelassen“

Wuppertal · „Wir spielen voll auf Sieg“, hatte WSV-Trainer Mike Wunderlich vor dem Nachholspiel in Rödinghausen angekündigt. Am Ende sprang ein Punkt heraus. Die Stimmen nach der Partie.

Die Trainer Mike Wunderlich (li.) und Lars Fleischer.

Foto: Stefan Rittershaus

Mike Wunderlich (Trainer des Wuppertaler SV): „Man hat über 90 Minuten gesehen, dass für beide Mannschaften extrem viel auf dem Spiel steht. Keiner wollte so richtig wirklich all-in gehen oder den entscheidenden Fehler machen. Das hat man beiden Mannschaften aus meiner Sicht angemerkt. Wir waren vom System her auf den Gegner eingestellt. Wir wollten Stabilität haben und uns leidenschaftlich reinwerfen. Das oberste Ziel war, die 0 zu halten.

Wir fahren mit dem Punkt nach Hause, auch wenn wir natürlich gewinnen wollten. Wir haben in der ersten Halbzeit gut gegen den Ball gearbeitet, auch wenn wir die ein oder andere Situation überstehen mussten. Offensiv haben wir in der ersten Halbzeit nicht ganz so viel zustandegebracht. Wir hatten Umschaltmomente, aber das war nichts Großes dabei. (Bilder)

Bilder: WSV-Remis im Kellerduell in Rödinghausen
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WSV-Remis in Rödinghausen

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Foto: Stefan Rittershaus

In der zweiten Halbzeit haben wir zwar keinen brutal guten Fußball gespielt, aber hatten Situationen – auch mit dem Ding von Kadi, das abgefälscht war. In der Phase, in der man steckt, wünscht man sich, dass der dann auch mal reinrutscht.

Am Ende war es ein Spiel, wo das 0:0 in Ordnung geht. Es war einfach wichtig, dass wir kompakt stehen, keine Tore kriegen. Das war gut. Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen, dass sie diesen Kampf, diesen Fight angenommen und mit absoluter Leidenschaft dieses Spiel bestritten hat.

Samstag geht es weiter mit dem Heimspiel gegen Lotte, das müssen wir ziehen. Wir wollen diesen Punkt, den wir gerne mitnehmen, vergolden. Wir hätten heute sehr, sehr gerne gewonnen. Aber die Jungs haben heute alles auf dem Platz gelassen. Das ist das, was wir wollen. Wir müssen alles rausknallen und hoffen, dass es am Ende reichen wird.

Zur Auswechslung von Dominic Duncan: Der Schiedsrichter hat mich auf dem Weg in die Kabine auf Seite genommen und gesagt, dass er aufpassen muss bei der nächsten Aktion, weil er gelbverwarnt war. Das war ein Spiel, wo wir kein Risiko eingehen konnten.“

Lars Fleischer (Trainer des SV Rödinghausen): „Ich kann mich den Worten nahezu vorbehaltlos anschließen. Ich habe auch ein sehr chancenarmes Spiel gesehen. Man hat gemerkt, dass es für beide Mannschaften um sehr viel geht. Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Wir hatten uns nach dem Wochenende vorgenommen, dass wir diese sehr energetische Leistung noch einmal auf den Platz bekommen. Das haben wir nicht geschafft.

Wir waren etwas müde, haben nicht frisch gewirkt. In der zweiten Halbzeit sind beide nicht mehr richtig all-in gegangen. Lange Rede, kurzer Sinn: Es war ein verdientes 0:0. Wir haben zum zweiten Mal in Folge zu Null gespielt. Das nehmen wir mit, regenerieren und fahren dann zu Fortuna Köln.“

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