Fußball-Regionalliga Siegens Geschäftsführer: WSV sollte Verantwortung übernehmen

Wuppertal / Siegen · Nach den Ausschreitungen beim Auswärtsspiel des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV bei den Sportfreunden Siegen läuft die Aufarbeitung – auch mit Blick auf den finanziellen Schaden.

Die erheblich beschädigte Gästetoilette im Leimbachstadion.

Foto: WSV

„Wir ermitteln das gerade und holen Angebot ein. Die Schäden und Beschmierungen sind wirklich extrem umfangreich, sowas habe ich bisher nicht erlebt. Ich tippe mal grob auf 8.000 bis 10.000 Euro Schaden“, so Matthias Georg, der Geschäftsführer der Sportfreunde Siegen, auf Anfrage der Wuppertaler Rundschau. „Wir würden uns natürlich wünschen, dass das WSV hier Verantwortung für das Verhalten seiner Anhänger übernimmt.“

Der WSV sieht sich nicht zum ersten Mal in dieser Saison mit der Problematik konfrontiert. Beim Pokal-Viertelfinale Mitte November in Büderich war nach Rundschau-Informationen ein Sachschaden von rund 10.000 Euro im Stadion Am Eisenbrand in Meerbusch entstanden, beim Auswärtsspiel Anfang Dezember im Südstadion bei Fortuna Köln dann ein weiterer in Höhe von rund 4.000 Euro. Die Rechnungen gingen jeweils an die WSV-Geschäftsstelle im Stadion am Zoo.

Der WSV-Vorstand hatte sich am Samstag in einer Stellungnahme (die Rundschau berichtete) zu der Randale im Leimbachstadion unter anderem wie folgt geäußert: „Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nicht abschließend geklärt, wer für diese Verwüstungen verantwortlich ist. Klar ist jedoch: Sollten Personen aus dem Umfeld der Gästefans beteiligt gewesen sein, werden wir dieses Verhalten nicht tolerieren. Der Verein wird die Aufklärung der Vorfälle aktiv unterstützen und erwartet, dass die Verantwortlichen konsequent ermittelt werden.“ Dann seine auch „Stadionverbote sowie zivilrechtliche Schritte zur Durchsetzung von Schadensersatzforderungen“ möglich.

Und: „Nach unseren Gesprächen haben auch führende Vertreter der Ultras ihre klare Ablehnung dieser Vorfälle zum Ausdruck gebracht. Nach eigenen Angaben wurde bereits auf der gemeinsamen Rückfahrt eine deutliche Ansage im Fanbus gemacht. Auch dort besteht Einigkeit darüber, dass solche Taten dem Wuppertaler SV, seiner Mannschaft und seiner Fanszene erheblich schaden.“

Der Fanrat des Wuppertaler SV lädt die Mitglieder und Fans zu einer öffentlichen Vorstellungs- und Diskussionsveranstaltung mit den Kandidaten für den Verwaltungsrat ein. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag (19. März 2026) um 19 Uhr im Gemeindezentrum Sonnborn (Kirchhofstraße 20).

Anlass ist die WSV-Jahreshauptversammlung am 26. März, auf der der Verwaltungsrat neu gewählt wird. Für die Veranstaltung haben sich folgende Kandidaten angemeldet: Harald Lucas, Heimo Schitter, Dirk Polick, Ralf Dasberg, Markus Lindemann und Silvio Pagano aus dem aktuellen Verwaltungsrat sowie Marc Schulz, Benedikt Post und Jens Klein als neue Kandidaten.

Man wolle „mit der Veranstaltung Transparenz schaffen und den Mitgliedern die Möglichkeit geben, sich vor der Wahl ein umfassendes Bild von den Kandidaten und ihren Positionen zu machen“, so der Fanrat.