Fußball-Regionalliga WSV-Trainer Wunderlich: „Wir spielen voll auf Sieg“

Wuppertal · Das Nachholspiel am Dienstag (17. März 2026) ab 19:30 Uhr beim SV Rödinghausen ist für den Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV eine Schlüsselpartie im Kampf gegen den Abstieg. Das Rundschau-Interview mit WSV-Chefcoach Mike Wunderlich.

WSV-Trainer Mike Wunderlich nach dem Spiel in Siegen mit dem Team am Zaun bei Fans.

Foto: Stefan Rittershaus

Rundschau: Herr Wunderlich, Sie sagten, die Nachholpartie in Rödinghausen sei kein „Endspiel“. Warum?

Wunderlich: „Das wäre aus meiner Sicht etwas zu früh. Bei einem Endspiel ist danach alles vorbei, aber wir haben dann noch acht Partien. Aber der Charakter gleicht natürlich schon einem Endspiel. Realistisch betrachtet hat sich die Situation für uns zuletzt deutlich verschlechtert. Wir sind auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Rödinghausen hat gegen Bonn gewonnen und ein Spiel weniger.“

Rundschau: Was macht Sie dennoch hoffnungsfroh?

Wunderlich: „Der Auftritt am Freitag war ja nicht schlecht. Im Spiel unterlaufen uns dann aber entscheidende Fehler – auch wenn ich weiter der Meinung bin, dass es kein Elfer war. Vorne machen wir die Tore nicht. Die Stabilität und das Nutzen der Möglichkeiten sind aber Grundvoraussetzung. Wir werden am Dienstag alles tun, um zu gewinnen. Auch Rödinghausen hatte ja in den vergangenen Wochen Probleme.“

Rundschau: Inwieweit beeinflusst es Ihre Arbeit, dass die sportliche Verantwortung nach der Demission – oder, je nach Sichtweise, der Quasi-Freistellung – von Sportchef Gaetano Manno nun allein auf Ihren Schultern liegt?

Wunderlich: „Wir versuchen, uns auf das Spiel zu konzentrieren. Dass in unserer Situation eine gewisse Unruhe im Verein herrscht, ist normal. Wir sind ein Traditionsclub, da hängt mehr dran als vielleicht bei dem ein oder anderen Verein. Wir wollen das alles möglichst ausblenden. Wichtig ist, die Birne freizubekommen. Die Jungs wissen, dass es ums Überleben geht.“

Rundschau: Mit Ihrem bisherigen Verein Ahrweiler BC standen Sie in der Rheinlandliga im Winter ganz oben, nun hängen Sie mit dem WSV tief im Abstiegskampf. Bereuen Sie den Wechsel?

Wunderlich: „Nein, zu 0,0 Prozent nicht. Wir haben ja direkt gesagt, dass es bis zum letzten Tag dauern kann. Es war klar, dass wir nicht acht von zehn Spielen gewinnen. Aber es ist auch für mich nicht einfach, es nagt an mit. Ich bin sehr ehrgeizig, im Grunde perfektionistisch. Deshalb fange ich immer bei mir an, um Lösungen zu finden, wie man der Mannschaft helfen kann. Das ist das, was man als Trainer beeinflussen kann. Ich hoffe, dass wir morgen erfolgreich sind, sonst wird die Luft immer dünner. Wir dürfen auf keinen Fall verlieren, aber wir werden voll auf Sieg spielen.“

Rundschau: Wie sieht es personell aus?

Wunderlich: „Vincent Schaub ist wegen seiner fünften gelben Karte gesperrt. Eventuell kehrt Noah Heim nach einer Verletzung in den Kader zurück. Hans-Juraj Hartmann muss ja am Finger operiert werden, steht aber eventuell auch zur Verfügung. Da müssen wir schauen.“