Handball-BL: Sonntag ab 16:30 Uhr BHC will gegen Magdeburg vor vollem Haus alles geben

Wuppertal / Düsseldorf · Vor drei Wochen verlor der Handball-Bundesligist Bergischer HC in der ausverkauften Mitsubishi Electric Halle Düsseldorf gegen die Füchse Berlin mit 28:35. Auch für das nächste Heimspiel dort gibt es keine Tickets mehr. Am Sonntag (15. März 2026) trifft der BHC um 16:30 Uhr auf den Tabellenführer SC Magdeburg.

Der BHC will in Düsseldorf über sich hinauswachsen.

Foto: Dirk Freund

Nachdem 2025 die Berliner den SCM als Deutschen Meister abgelöst haben, scheint der Titel in der laufenden Saison wieder an die Ostdeutschen zu gehen. Mit 44:4 Punkten führt die Mannschaft von Coach Bennet Wiegert vor der SG Flensburg-Handewitt (39:9). Die Magdeburger haben gegen den THW Kiel drei Zähler abgegeben und außerdem zu Beginn der Saison nur Unentschieden beim HC Erlangen gespielt.

Ansonsten präsentiert sich die Truppe im Handball-Oberhaus makellos. Zuletzt hatte sie gegen die TSV Hannover-Burgdorf aber etwas Mühe. „Hannover hat sich nicht von der Hektik anstecken lassen und ist ganz geduldig geblieben“, sagt Markus Pütz, der mit Arnor Gunnarsson das Trainergespann des BHC bildet. Erst in der Schlussphase konnten sich Gastgeber absetzen und doch noch standesgemäß mit 35:30 gewinnen.

Das zeigt, dass die Magdeburger auch in dieser Saison verwundbar sein könnten. „Es wäre vermessen, irgendeine Schwäche zu benennen, die wir angreifen können. Aber wir werden alles reinwerfen und einfach schauen, wie das Spiel dann läuft. Wir können nur gewinnen“, beschreibt Pütz die Lage der Löwen. „Alles andere als eine klare Sache für Magdeburg wäre eine Überraschung. Wir freuen uns drauf und wollen ohne Druck performen. Besonders schön ist, dass die Halle wieder ausverkauft ist.“

4.000 Zuschauerinnen und Zuschauer werden dabei sein. Dasselbe galt für das Match gegen Berlin und wird für das anstehende Bergische Derby gegen den VfL Gummersbach (Donnerstag, 2. April, 19 Uhr) der Fall sein.

Gunnarsson und Pütz haben die 25:28-Niederlage vom vergangenen Sonntag bei den Rhein-Neckar-Löwen mit der Mannschaft aufgearbeitet. „Wir hatten leider in den ersten 12 bis 14 Minuten einen schlechten Angriff und haben nicht gut gegen Jannik Kohlbacher verteidigt“, sagt Gunnarsson. „Aber danach wurde es besser, und in der zweiten Halbzeit haben wir auch richtig gute Lösungen gefunden. Es war dann schon ordentlich, aber es reichte eben auch nicht, um auswärts gegen die Rhein-Neckar Löwen zu gewinnen.“

Mit einer voraussichtlich auf keiner Position veränderten Mannschaft kommt nun die vielleicht schwierigste Aufgabe überhaupt gegen den amtierenden Champions-League-Sieger, der seinerseits nicht vom Verletzungspech geplagt ist. Gisli Kristjansson, Magnus Saugstrup, Omar Ingi Magnusson, Albin Lagergren: Alle sind dabei.

Trotzdem präsentierte sich die Mannschaft zuletzt nicht ganz so souverän wie sonst. In der Königsklasse verlor der SCM sogar zwei Mal in Folge – allerdings gegen die Topteams FC Barcelona und Paris Saint-Germain. „Damit können wir uns natürlich nicht vergleichen“, sagt Pütz. „Aber wir werden einen großen Kampf liefern.“