Handball-BL: Sonntag gegen Berlin Ein „einfaches“ BHC-Spiel vor vollem Haus

Wuppertal / Düsseldorf · Die ersten beiden Chancen, im neuen Jahr zu punkten, hat der Handball-Bundesligist Bergischer HC verstreichen lassen. Am Sonntag (22. Februar 2026) um 18 Uhr sind nun die Füchse Berlin zu Gast in der Mitsubishi Electric Halle Düsseldorf.

Szene aus dem Spiel gegen Melsungen.

Foto: Dirk Freund

Das Spiel ist mit 4.000 Zuschauerinnen dund Zuschauern bereits ausverkauft. „Da freuen mir uns richtig drauf“, betont Arnor Gunnarsson, der andere Chefcoach des BHC. „Das sind die Spiele gegen Topmannschaften, die sich jeder im Kader verdient hat.“ Und chancenlos sehen Gunnarsson und Pütz ihr Team auch nicht. „Wenn bei uns alles passt, ist vielleicht etwas möglich.“

In der Mitsubishi Electric Halle hat der BHC die Füchse auch schon geschlagen. Vor knapp drei Jahren hieß es am 30. Spieltag 34:30 – eine sehr empfindliche Niederlage für die Berliner, die noch eine Chance auf die Deutsche Meisterschaft hatten. Nun kommen die Hauptstädter als amtierender Titelträger, aktueller Tabellenzweiter und mit sechs Bundesliga-Siegen in Serie. Mehr Zeit zur Regeneration hat allerdings der BHC, da die Berliner noch am Donnerstag in der Champions League im Einsatz waren (27:21 bei Dinamo Bukarest).

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BHC verliert gegen Melsungen

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„In erster Linie brauchen wir einen guten Rückzug und eine entsprechend hohe Stabilität in der Abwehr – vor allem gegen Mathias Gidsel“, erläutert Pütz. Nach Ballgewinnen setzen die Löwen natürlich weiterhin auf Tempo. „Wobei wir es cleverer machen müssen“, wie Gunnarsson mit Blick auf die Spiele gegen Melsungen und Eisenach betont.

Insgesamt 36 technische Fehler leistete sich der BHC in den beiden Begegnungen. „Wenn wir von der Bank dann merken, dass die Mannschaft überhastet agiert, müssen wir gegensteuern und auch mal das Tempo herausnehmen.“ Thema war das Tempospiel auch in der Trainingswoche. Pütz: „Wir steuern es ein bisschen anderes über veränderte Laufwege von Spielern.“

In der Hinrunde verloren die Bergischen zum Saisonauftakt mit 27:39 in Berlin. Lange hatte es nicht nach einer so klaren Sache ausgesehen. In der 40. Minute stand es noch 23:23. „Dann haben wir auch extrem viele Fehler gemacht“, erinnert sich Gunnarsson. Dazu hatte eine Rote Karte gegen Johannes Wasielewski Spuren hinterlassen.

Das erste Spiel der Saison lässt sich weiterhin als Referenz nutzen. „Denn geändert haben die Berliner eigentlich kaum etwas“, betonen die BHC-Trainer. Nicolej Krickau hat inzwischen das Cheftrainer-Amt von Meister-Coach Jaron Siewert übernommen. Auf dem Feld ist weiterhin Gidsel das Maß der Dinge. „Für unseren Kopf ist es ein einfaches Spiel. Wir haben nichts zu verlieren. Aber wir werden alles reinwerfen, um unseren Fans ein tolles Spiel zu bieten.“

Tickets für die Partie sind nicht mehr verfügbar, die Abendkasse öffnet nicht. Aufgrund des großen Zuschauer-Andrangs wird am Spieltag um eine möglichst frühe Anreise gebeten.