Markus Pütz (Trainer Bergischer HC): „Herzlichen Glückwunsch an die Rhein-Neckar Löwen zu einem am Ende verdienten Sieg. Wir sind mit mehreren Dingen nicht so zufrieden. Gerade in der ersten Halbzeit kommen wir im Angriff nicht gut rein und kriegen in der Deckung Würfe, die wir nicht haben wollen. Uns fehlt es ein bisschen an der Konsequenz, obwohl Christopher Rudeck von der Torhüterposition sehr unterstützt.
Wir gehen mit minus drei in die Kabine und lösen es dann in der zweiten Halbzeit in der Deckung kompakter. Wir halten die Rhein-Neckar Löwen bei 28 Toren, was gut ist. Aber im gesamten Spiel haben wir bei 50:50-Situationen nicht das Glück, was es bräuchte, um hier etwas mitzunehmen. Da müssen wir nochmal reingucken.
Es hat nicht gereicht, um für Punkte infrage zu kommen. Wir haben am Ende nicht mehr diesen maximalen Druck ausüben können und sind nie auf minus eins rangekommen. Das wäre vielleicht noch mal der Moment gewesen, in dem die Rhein-Neckar Löwen ins Nachdenken kommen. Deswegen fahren wir ohne Punkte nach Hause, aber die Moral am Ende ist wichtig – und das nehmen wir mit."
Maik Machulla (Trainer Rhein-Neckar Löwen): „Erst einmal sind wir erleichtert, dass wir die zwei Punkte geholt haben. Insgesamt muss ich aber sagen, dass wir natürlich schon auch darüber reden müssen, wie fahrlässig wir mit unseren Möglichkeiten umgehen. Ich glaube, dass wir gerade in der ersten Halbzeit ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht haben. Im Angriff erspielen wir uns unfassbar gute Chance, aber wir haben überhaupt nicht die Konzentration und Konsequenz, die es braucht, um so ein Duell ein bisschen früher zu entscheiden.
Dass wir mit nur drei Toren in die Halbzeit gehen, ist eigentlich Wahnsinn. Und Christopher Rudeck hat heute einen unfassbaren Tag, hat viele freie Bälle gehalten. Das hilft uns natürlich nicht, um Sicherheit reinzukriegen.
Den Sieg haben wir uns sehr hart erkämpft, hätten es aber von unserer Seite bei fünf Toren Vorsprung drei Minuten vor dem Ende ein bisschen entspannter haben können. Dass wir da noch mal in die Situation kommen, dass die Tür so einen Spalt aufgeht, ist verrückt. Das passt aber zu dem gesamten Spiel."
Fabian Gutbrod (Sportlicher Leiter Bergischer HC): „Ich tue mich diesmal schwer mit einer Einordnung. Wir haben das Kreisläuferspiel kaum unterbunden und zu wenige Zweikämpfe gewonnen. Aber wir arbeiten uns mühsam ins Spiel und verkraften Rückschläge, so dass wir mental voll da sind. Nach der Pause machen wir es in Phasen solide, sind dann aber auch nicht gut genug, um die Rhein-Neckar Löwen noch ernsthaft in Gefahr zu bringen. Das Momentum schlägt nie richtig um."