„Wenn zentrale Verkehrsachsen für Straße und Schiene gleichzeitig eingeschränkt werden, ist ein Kollaps vorprogrammiert“, so Henrik Dahlmann (verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion). Besonders betroffen seien die vielen Pendlerinnen und Pendler. Die Situation werde zusätzlich durch die aktuellen und angekündigten Streiks verschärft.
Die FDP/WFW-Fraktion kritisiert „die mangelnde Koordination zwischen der Stadtverwaltung, Autobahn GmbH und der Deutschen Bahn“. Die Sperrung der L 418 für den Bau des Überfliegers im Bereich Sonnborn dauere noch bis Mai, die Einschränkungen im Bahnverkehr voraussichtlich darüber hinaus. „Hier wurde offensichtlich ohne ausreichende Abstimmung geplant – auf dem Rücken der Bürgerinnen und Bürger“, so Dahlmann.
Die Liberalen und Freie Wähler fordern Oberbürgermeisterin Miriam Scherff auf, „sofort alle beteiligten Akteure an einen Tisch zu holen“. Ziel müsse sein, die „Baustellen schneller abzuwickeln und vor allem künftig besser zu koordinieren, um solche Situationen zu vermeiden“.
Erforderlich seien „dringend eine bessere Abstimmung und ein funktionierendes Verkehrsmanagement in Wuppertal. Dazu gehöre auch, wenn „die innerstädtischen Baustellen zügig abgearbeitet würden und kluge Umleitungen geplant werden“.
Die Fraktion appelliert unterdessen an die Gewerkschaft ver.di, „im Interesse der Pendlerinnen und Pendler auf weitere Streikmaßnahmen in Wuppertal – insbesondere am kommenden Donnerstag – zu verzichten“.