Fußball-Regionalliga Zwei offene WSV-Fragen: Stojanovic und die Torhüter

Wuppertal · Mit einer Einheit auf dem Freudenberg startet der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV am Dienstagnachmittag (20. Januar 2026) die Vorbereitung auf das Derby gegen die SSVg. Velbert (Samstag, 14 Uhr, Stadion am Zoo. Dann dürfte auch klar sein, ob Marko Stojanovic verpflichtet wird.

Das Hinspiel in Velbert gewann der WSV Anfang August mit 3:0.

Foto: Dirk Freund

Die Ausgangslage ist klar: Der 31-Jährige hatte Chefcoach Mike Wunderlich im Trainingslager in Lara (Türkei) überzeugt. Wunderlich hätte ihn gerne im Kader. Stojanivic, in der vergangenen Saison noch beim 1. FC Bocholt am Ball, wäre als Innenverteidiger eingeplant. Er kann aber auch auf der linken Abwehrseite aushelfen, die seit der Vertragsauflösung von Lennard Wagemann etwas dünner besetzt ist.

Ob ein Transfer zustandekommt, hängt vom Vorstand ab. Der muss entscheiden, ob die Kassenlage das zulässt. Ist das der Fall, soll beim Fußballverband umgehend die Spielgenehmigung beantragt werden, damit Stojanovic gegen Velbert zur Verfügung stünden. Ein finanzielles Wagnis will der WSV keinesfalls eingehen.

Die Gäste, die Tabellenletzter mit acht Punkten sind, hatten sich in der Winterpause mit vier Akteuren verstärkt und wollten mit der Nachholpartie gegen die Sportfreunde Lotte eine Aufholjagd starten. Das misslang am vergangenen Freitagabend. Ismail Remmo sah in der 40. Minute die gelb-rote Karte. Lotte nutzte das vor der Pause aus und gewann am Ende 3:0 (1:0).

Dennoch hebt der Sportliche Leiter Gaetano Manno warnend den Finger. „Velbert hat nichts mehr zu verlieren. Da müssen wir umso mehr aufpassen.“ Als Sechs-Punkte-Spiel sieht er das Match, bei dem Kinder sowie Jugendliche bis 18 Jahre wie in der kompletten Rückrunde freien Eintritt haben, nicht: „Es ist eine von insgesamt 16 Partien, in dem wir einen Dreier holen wollen. Zumal in unserem Wohnzimmer. Natürlich wäre das ein guter und wichtiger Auftakt.“

Das Trainingslager in der Türkei wertet Manno unterdessen als gelungen: „Mir hat gefallen, wie intensiv die Mannschaft und das Trainerteam gearbeitet haben. Die Ergebnisse (0:2 gegen Zwickau, 1:1 gegen Chemnitz, Anm. der Red.) stimmten zwar nicht, aber das stand nicht so im Vordergrund – erst am Samstag.“

Während Jeff Fehr angeschlagen ist und Semir Saric und Muhammed Bejdic weiter ausfallen, stellt sich noch die Torhüterfrage. Alle drei hatten in den Vorbereitungsspielen gepatzt – Emil Metz in Monheim, Michael Luyambula gegen Zwickau und Fotios Adamidis gegen Chemnitz. „Wir haben drei gute Keeper – zwei junge und einen erfahrenen. Ihnen vertrauen wir. Entscheidend ist, dass sie in ihrem Spiel klar bleiben und kein Risiko eingehen. Wer dann gegen Velbert aufläuft, entscheidet der Trainer“, so Manno.