Aktionstag gegen organisierte Kriminalität Drei Objekte in Wuppertal durchsucht

Wuppertal · Die Städte Wuppertal, Leverkusen, Solingen, Remscheid und Langenfeld, die der neuen „Gemeinsamen Koordinierungsstelle Rhein-Wupper (GeKo)“ angehören, haben am Mittwoch (4. März 2026) am landesweiten Aktionstag gegen organisierte Kriminalität teilgenommen.

Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Behörden im Einsatz.

Foto: Stadt Wuppertal

Im Fokus des konzertierten Einsatzes standen dabei vor allem „die Bekämpfung von Sozialleistungsbetrug sowie die Kontrolle von sogenannten Problemimmobilien, die häufig als Rückzugsorte für kriminelle Strukturen dienen“, heißt es.

In Wuppertal waren drei Objekte in Oberbarmen, Heckinghausen und Elberfeld Ziel der Kontrollen. André Stelzer vom Jobcenter leitete den Einsatz in Wuppertal: „Das Ergebnis zeigt einmal mehr, dass durch eine gut organisierte Zusammenarbeit von motivierten Mitarbeitenden in den Behörden viel zu erreichen ist.“

Einsatz in Solingen.

Foto: Stadt Wuppertal

Allein die Kontrollen in den GeKo-Mitgliedskommunen führten dazu, „dass deutlich über 100 Prüfverfahren zur melderechtlichen Abmeldung von Personen eingeleitet wurden konnten“. Im Nachgang werden die verschiedenen Verdachtsfälle des Leistungsmissbrauchs, der Melderechtverstöße, der baurechtlichen Missstände und sonstigen Verstößen in den zuständigen Behörden aufgearbeitet.

Bereits um 6 Uhr morgens koordinierten die Kommunen ihre Kontrollteams, die je nach örtlicher Schwerpunktsetzung in spezialisierten Fachgruppen ausrückten. Dabei arbeiteten die Bau- und Wohnungsaufsichtsbehörden eng mit den Ausländerbehörden sowie den Gewerbe- und Ordnungsämtern zusammen, um ein engmaschiges Kontrollnetz zu knüpfen.

„Die Aktion unterstreicht den operativen Mehrwert der GeKo, die Ende Februar mit der Übergabe des Fördermittelbescheides zur interkommunalen Zusammenarbeit ihre Arbeit aufgenommen hat. Als präventives Informations- und Expertise-Zentrum zielt die Stelle darauf ab, Leistungsbetrug, Banden- und Clankriminalität sowie Geldwäsche durch eine verbesserte Vernetzung der rhein-wupper-städtischen Behörden langfristig und effektiv zu bekämpfen“, so die Erklärung,

Der durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen koordinierte Kontrolleinsatz wurde von der Bundesagentur für Arbeit unterstützt und der Familienkasse NRW West begleitet.