Mike Wunderlich (Trainer des Wuppertaler SV): „Ich bin nie zufrieden nach einer Niederlage. Allerdings haben wir neben den beiden Gegentoren nur zwei Chancen zugelassen. Beim 0:1 schlafen wir kurz vor der Pause bei einem Standard, das 0:2 war ein individueller Fehler unseres Torwarts. Wir selber hatten auch drei, vier gute Möglichkeiten gegen ein sehr gutes Zwickauer Team – eine Männermannschaft mit einer hohen Körperlichkeit und viel Tempo.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir uns in der ersten Halbzei nach vorne schwer getan haben. Wir haben da zu unsauber gespielt und die Bälle nicht gut behauptet. In der Pause haben wir etwas umgestellt und haben in den ersten 20 bis 25 Minuten der zweiten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht. In dieser Phase waren wir die bessere Mannschaft und hätten durch den Kopfball von Nicolas Hirschberger und seinen Pfostenschuss das 1:1 machen können. Das wäre verdient gewesen. Dann kommt der individuelle Fehler, und es wird schwer. Die Jungs haben aber alles versucht.
Der Auftritt und die Leistung waren ein Schritt in die richtige Richtung hin zu einer defensiven Stabilität. Es nutzt aber wenig, wenn man wenig zulässt, aber in zwei Momenten schläft. Solche Böcke darf man sich in der Regionalliga nicht erlauben. Das werden wir auch deutlich ansprechen.
Nicolas Hirschberger hat nach seiner Einwechslung direkt für Gefahr gesorgt. Er braucht noch etwas Intensität im Training. Er kann nach vorne den Unterschied machen. Marko Stojanovic haben wir als Innenverteidiger getestet. Er macht einen sehr fitten Eindruck und hat fast jeden Zweikampf gewonnen. Ihn schauen wir uns Samstag noch einmal an und entscheiden dann. Gegen Chemnitz wollen wir den nächsten Step nach vorne setzen.“
Gaetano Manno (Sportlicher Leiter des Wuppertaler SV): „Das war ein guter Test gegen einen richtig guten Gegner. Wir haben dagegengehalten und die geforderte Körpersprache gezeigt. Leider haben wir unsere drei, vier guten Chancen nicht genutzt und hatten beim Postentreffen von Nicolas Hirschberger Pech. Es war am Ende ein verdienter Sieg für Zwickau, aber wir können darauf aufbauen. Wir waren viel aggressiver und körperlicher als in Monheim.
Dass wir eine Woche hier in der Türkei sein können, ist für uns sehr gut. Man sieht schon jetzt deutliche Fortschritte, nachdem die erste Trainingswoche ja wegen des Wetters problematisch war. Nicolas Hirschberger hat direkt Akzente gesetzt, nicht nur wegen des Pfostenschusses. Marko Stojanovic schauen wir uns am Samstag gegen den Chemnitzer FC noch einmal an und entscheiden dann.“