Die Stimmen nach dem Spiel WSV-Trainer Wunderlich: „Die zweite Halbzeit hat gesessen“

Wuppertal · Eigentlich wollte der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV den Schwung aus der Uni-Halle mit ins Freie nehmen. Das gelang nicht. Der erste Test beim Oberligisten 1. FC Monheim ging mit 0:4 verloren. Die von der Rundschau gesammelten Stimmen nach dem Abpfiff.

WSV-Trainer Mike Wunderlich.

Foto: Rundschau/Dirk Freund

Mike Wunderlich (Trainer des Wuppertaler SV): „Wenn du 0:4 verlierst, sitzt das natürlich. Wir geraten direkt nach dem Anpfiff durch eine abgefälschte Bogenlampe in Rückstand. Danach hatten wir richtig gute Chancen und müssen eigentlich ausgleichen oder sogar in Führung gehen. Die Intensität bis zur 40. Minute war in Ordnung. Wir haben da Dinge gesehen, die wir in den ersten fünf Tagen im Training erarbeitet haben. Dann kommt eine abgerutschte Flanke. Das 0:2 zur Pause war bitter, weil bei uns nur die Effizienz nicht gestimmt hat, aber einige Sachen durchaus positiv waren.

Wir haben dann fast komplett durchgewechselt und hatten viele Spieler auf dem Platz, die bisher nicht so zum Zuge gekommen sind. Wir wollten bewusst von jedem einen Eindruck bekommen. Direkt nach Pause rutscht der Ball durch die Arme, es steht 0:3. Die zweite Halbzeit war dann ein No-Go. Nicht vom Einsatz her, aber qualitativ hatte das nichts mit Regionalliga zu tun und war, bis auf ein, zwei Ausnahmen, zu wenig. Das habe ich klar gesagt.

Von den vier Gegentoren waren drei krasse individuelle Fehler. Es gibt nichts schönzureden: Die erste Halbzeit war vernünftig, die zweite hat gesessen. Es war trotzdem wichtig zu spielen. Man sagt ja, dass Ergebnisse in der Vorbereitung zweitrangig sind. Hier aber nicht: Wir haben viele Rückschlüsse gewonnen.“

Gaetano Manno (Sportlicher Leiter des Wuppertaler SV): „Ein 0:4 darf natürlich nicht passieren, allerdings werden wir das auch nicht überbewerten. Wir waren bisher nur am Montag auf dem Platz und müssen erst einmal wieder reinkommen. Das 0:1 fällt nach wenigen Sekunden, das 0:3 direkt ebenfalls direkt nach dem Wiederanpfiff. Zwei Treffer waren haltbar, aber kein Vorwurf an Emil Metz. Er ist ein junger Torwart, das kann passieren und ist menschlich. Wir haben eine ordentliche erste Halbzeit gespielt mit einigen Chancen, verwerten aber keine.

Wir werden das Spiel genau analysieren. Es ist besser, dass es jetzt passiert als zum Auftakt gegen die Spielvereinigung Velbert. Umso wichtiger ist es, dass wir ab Montag in der Türkei hart arbeiten können mit täglich jeweils zwei Einheiten. Dann geht es darum, die Spielphilosphie unseres Trainers intensiv zu vermitteln. Und dann schauen wir, wie die Spiele gegen den FSV Zwickau und den Chemnitzer FC laufen.

Es werden alle mitfliegen, also auch Vincent Schaub, Kadi Atmaca und Jeff Fehr, die heute nicht dabei waren. Insgesamt umfasst unser Tross 36 Personen. Wir freuen uns auf das Hotel Titanic, das mit seinen Trainingsplätzen beste Voraussetzungen bietet.“